Ein klares Ja zu Reservoir und Strasse

An der Gemeindeversammlung wurden 2,56 Mio. Franken für den Neubau des Reservoirs Häuli bewilligt. Auch die Jahresrechnung wurde angenommen.
Die Anzahl Stimmberechtigter in der Mehrzweckhalle Killwangen war am Donnerstagabend überschaubar. Gemeindeammann Markus Schmid (Mitte) konnte 43 Stimmberechtigte zur Sommergmeind begrüssen. Er präsentierte eine positive Jahresrechnung 2025 mit einem Ertragsüberschuss von 458014 Franken. Positiv ins Gewicht fielen die Steuern, die um 3,2 Prozent besser ausfielen als im Vorjahr. Die Spitex, das «Problemkind» der letzten zwei bis drei Jahre, schloss besser ab als angenommen. Allerdings seien die Beiträge an den Kanton für die Pflegefinanzierung um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, so Schmid.
Fredi Heimann, Präsident der Finanzkommission (Fiko), gab der Versammlung einen kurzen Einblick in die Arbeit mit den Gemeinderechnungen: «Vom Leiter Finanzen, Kevin Busslinger, erhält die Fiko die Rechnung digital. Jeder Einzelne schaut sich diese an.» Es seien 55 Ordner an Rechnungen, welche man natürlich nicht alle kontrollieren könne. Deshalb konzentriere sich die Fiko auf ein Thema. Sie trifft sich, um Fragen an Kevin Busslinger zusammenzustellen. Beim Treffen mit dem Finanzleiter konnten rund 80 Prozent der Fragen geklärt werden, so Heimann. Danach trifft man sich mit dem Gemeinderat.
Schliesslich genehmigte die Gemeindeversammlung die Jahresrechnung klar wie auch den Rechenschaftsbericht.
Klares Ja zu Millionenkredit
Gemeinderat Roger Gauch (parteilos) präsentierte an diesem Abend den einzigen Millionenbrocken zur Abstimmung. Es ging um den Neubau des Reservoirs Häuli. Das jetzige Reservoir stammt aus dem Jahr 1950. Der Stand der Technik sei ungenügend und das Speichervolumen zu klein. Der Kredit von 2,56 Mio. Franken würde für ein Reservoir mit zwei länglichen Wasserkammern auf 500 Metern über Meer und einem Wasserspeicher von 1000 m3 genutzt werden. «Falls es in Spreitenbach und Killwangen gleichzeitig brennen würde, würde das Wasser nicht reichen», stellte Roger Gauch fest. Die Stimmberechtigten sagten schliesslich klar Ja zum Begehren.
Auch die Kreditabrechnungen zum Meierbädli, Fussweg Friedhof, zur Sanierung Kirchstrasse Ost und zur Sanierung Rütirain wurden angenommen. Auch die Kreditabrechnung für die digitalen Wasser- und Stromzähler wurde genehmigt.
Schliesslich ging es um die Sanierung Fadackerstrasse. Hierfür präsentierte der Gemeinderat einen Verpflichtungskredit von 845000 Franken. Nach dem Rohrleitungsbruch vom 14. März war herausgekommen, dass die Wasserleitung in viel schlechterem Zustand ist als angenommen. Nebst der Leitung werden auch in den Bereichen Strasse, Kanalisation und Elektrizität Neuerungen vorgenommen. Die Versammlung nahm den Verpflichtungskredit klar an.


