Die Frage nach dem Nachher

Die CVP Killwangen lud die Bevölkerung zur Podiumsdiskussion bezüglich der möglichen Fusion von Spreitenbach und Killwangen ein.

Über 40 Personen besuchten die Podiumsdiskussion am 4. November im Werkgebäude Killwangen. Foto: se
Über 40 Personen besuchten die Podiumsdiskussion am 4. November im Werkgebäude Killwangen. Foto: se

«Wir reden um den heissen Brei. Es gibt kein Killerargument gegen eine Fusion», sagte ein Podiumsbesucher. Auch Dominika Schüpbach vertrat diese Meinung: «Wir nutzen das Angebot in Spreitenbach, aber wir können nicht mitreden. Mit einem Zusammenschluss hätten wir die Möglichkeit, uns einzubringen.»

An der öffentlichen Podiumsdiskussion, die der Vorstand der CVP Killwangen veranstaltete, stand das weitere Vorgehen der Fusionsverhandlungen zwischen Spreitenbach und Killwangen zur Debatte. Über 40 Personen fanden sich dazu am 4. November im Werkgebäude Killwangen ein. Anwesend war zudem je ein Mitglied der zehn Facharbeitsgruppen, die die Vor- und Nachteile eines Zusammenschlusses der Gemeinden geprüft haben. Sie präsentierten die Überlegungen und Resultate ihrer jeweiligen Gruppe und beantworteten Fragen der anwesenden Killwangener. Die Moderation übernahm Susan Diethelm, die Geschäftsführerin der CVP Aargau.

Der Anlass galt als Antwort auf die am 15. Oktober erfolgte Informationsveranstaltung über den Projektstand zum möglichen Zusammenschluss durch den Projektleiter Markus Leimbacher sowie den Gemeindepräsidenten Spreitenbach, Valentin Schmid, und den Gemeindeammann Killwangen, Werner Scherer. Es hätten die Vorabinformationen gefehlt, weshalb keine wirkliche Diskussion stattfinden konnte, gab ein Mitglied der CVP Killwangen am Infoanlass vom 15. Oktober zu verstehen. Rege diskutiert wurde jedoch im Werkgebäude am 4. November. Die Stimmen aus dem Publikum zeigten, dass viele Anwesende einer Fusion nicht abgeneigt sind oder zumindest die Ausarbeitung eines Fusionsvertrags befürworten.

Konkrete Fragen des Publikums bezüglich der Situation nach einem Zusammenschluss konnten teilweise nicht beantwortet werden. So beispielsweise die Frage, ob das «Meierbädli» in Killwangen für so viele Einwohner reiche. Ein Diskussionsteilnehmer bezeichnete dies als Hauptproblem: «Die Bevölkerung will wissen, was nachher ist. Die Facharbeitsgruppen haben nur den Ist-Zustand bearbeitet.» Antwort erhielt er aus dem Publikum. «Solche Fragen können mithilfe eines Fusionsvertrages geklärt werden. Dadurch erhält man ein klares Bild, was nach der Fusion sein wird», sagte Lilian Zeindler.

Ängste vor dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen bei einer Fusion mit dem multikulturellen Spreitenbach zeigten sich ebenso: «Können wir nach einer Fusion den Kindern an Festen immer noch Cervelats zum Essen geben, oder verteilen wir dann Poulet-Würste?», wollte ein Anwesender wissen.

Die Moderatorin des Abends sprach sich klar für einen Zusammenschluss aus. «Ein Gemeinderat, der Nein dazu sagt, ist nicht visionär.» Es sei schade für die Arbeit, die die Facharbeitsgruppen betrieben haben, wenn man jetzt bereits Nein sage, so Diethelm. Viele Anwesende sprachen sich gegen den Entscheid des Killwangener Gemeinderats aus. «Wir müssen Nägel mit Köpfen machen und uns zugestehen, dass wir zu Spreitenbach gehören», sagte Dominika Schüpbach. Es sei wichtig, dass die Spreitenbacher wüssten, dass viele Killwangener nicht dieselbe Meinung wie der Gemeinderat haben.» Auch Ernst Nöthiger appellierte an die Vernunft der Killwangener Bevölkerung: «Vor 35 Jahren wollte man schon fusionieren. Man darf klüger werden.»

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