Alois Greber tritt nicht mehr an

Nach zwölf Jahren im Killwangener Gemeinderat, davon knapp drei Jahre als Ammann, tritt Alois Greber bei den Erneuerungswahlen im September nicht mehr an.

Der Killwangener Ammann Alois Greber gibt sein Amt ab. Foto: archiv
Der Killwangener Ammann Alois Greber gibt sein Amt ab. Foto: archiv

Es seien vor allem private und berufliche Gründe, die Alois Greber zu diesem Schritt bewogen hätten. «Die Auswirkungen des Amtes als Gemeindeammann weiten sich immer mehr auf mein Privatleben und meine berufliche Tätigkeit aus», so der parteilose Alois Greber. Er möchte sich beruflich nochmals verändern und habe mit einem 80%-Pensum und dem Amt als Ammann keine Chance auf dem Arbeitsmarkt.

«Die Anschuldigung gegen mich in der letzten Zeit hat mit diesem Entscheid nichts zu tun. Solche Dinge gehören leider zum Amt, wenn man es gradlinig und mit Rückgrat ausführt», sagt Greber weiter. Nachdem ihn das Bezirksgericht vom Vorwurf der Amtsgeheimnisverletzung freigesprochen hat, wurde die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom Kläger ans Obergericht weitergezogen.

Ob es in Killwangen im Herbst zu Kampfwahlen kommt oder nicht, ist zurzeit noch unklar. Im Moment hat erst Patrick Pellini, CVP, seine Kandidatur angekündigt. Auf der Gemeindekanzlei sind noch keine Gesuche eingegangen, wie die Leiterin Einwohnerdienst, Sarah Gähwiler, gegenüber der Limmatwelle sagte.

«Ich bedaure den Rücktritt von Gemeindeammann Alois Greber, kann seine Beweggründe aber verstehen», sagt Vizeammann Werner Scherer, SVP. Ob er sich als Nachfolger zur Verfügung stellen wird oder nicht, wird anlässlich der Mitgliederversammlung vom kommenden Mittwoch diskutiert und danach bekannt gegeben. Bei Redaktionsschluss stand das Resultat noch nicht fest. Die Limmatwelle wird in der nächsten Ausgabe darüber berichten.

Bis am 9. August läuft die Meldefrist auf der Gemeindekanzlei für Gemeinderatskandidaten. Wer sich bis dann meldet, wird in den offiziellen Wahlunterlagen erwähnt. Gewählt werden kann aber auch, wer sich nicht offiziell anmeldet.

Alois Greber freut sich, stattdessen wieder mehr Freizeit zu haben und in der IT-Branche weiterzukommen. «Es hat mir viel Spass gemacht und ich war immer mit Herzblut dabei. Ich ziehe eine sehr positive Bilanz und blicke auf eine Zeit zurück, in der ich sehr viel gelernt habe», resümiert er. Auf seine Rücktrittsankündigung hat er schon einige Reaktionen erhalten. «Viele bedauern es, das ist natürlich ein Kompliment, über das ich mich freue.»

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