Zwei Vereine wollten das Jagdrevier in Würenlos pachten

Die Jagdgesellschaft Würenlos erhält erneut die Pacht für das Jagdrevier. Doch bei der Bewerbung gab es Konkurrenz.

Das Jagdrevier Würenlos ist für die nächsten acht Jahre wieder vergeben. (Symbolbild/ AZ Archiv)
Das Jagdrevier Würenlos ist für die nächsten acht Jahre wieder vergeben. (Symbolbild/ AZ Archiv)

Der Aargauer Regierungsrat hat entschieden: Das Jagdrevier 41 wird erneut an die Jagdgesellschaft Würenlos verpachtet. Bis 2026 sorgt der Verein für die Jagd und den Schutz der Wildtiere im Würenloser Wald.

Trotzdem ist die Stimmung bei René Voser, Obmann der Jagdgesellschaft Würenlos, etwas getrübt. Denn der Verein hat bei der Bewerbung Konkurrenz erhalten. Für das Jagdrevier hatte sich auch die neugegründete Jagdgesellschaft «Bifig» beworben.

Trotz offenen Gesprächen, keine Empfehlung

Doch nicht die Konkurrenz an sich hat René Voser missfallen; der Gemeinderat hat die neue Jagdgesellschaft im Schreiben an den Kanton empfohlen.

«Wir fühlten uns bisher vom Gemeinderat und auch vom Gemeindeschreiber sowie von der ganzen Verwaltung jederzeit vollumfänglich unterstützt», sagt Voser. Auch sei eine offene Gesprächskultur gepflegt worden. Umso mehr sei die Jagdgesellschaft Würenlos von der Empfehlung des Gemeinderates überrascht gewesen.

Gemeindeammann Anton Möckel begründet den Entscheid wie folgt: «Als die Gemeinde eine Empfehlung abgeben musste, war für sie ausschlaggebend, dass die Jagdgesellschaft ‹Bifig› zu diesem Zeitpunkt mehr Würenloser Mitglieder hatte und diese in der Gemeinde besser verankert waren.» Doch die Gemeinde akzeptiere den Entscheid des Regierungsrats und fechte diesen nicht an.

Einwohner haben zur Bewerbung ermutigt

Doch wie kam es überhaupt dazu, dass sich eine neue Jagdgesellschaft ebenfalls für das Revier beworben hat? Mitgründer des Vereins «Bifig» ist Philipp Vock. Der Wettinger war bis 2014 selbst Mitglied der Jagdgesellschaft Würenlos. Als ehemaliger Förster von Würenlos kenne er das Revier bestens und sei bis heute im Dorf gut vernetzt.

So kam es, dass einige Personen aus dem Dorf im Frühling auf ihn zugekommen seien und ihn ermutigten, sich ebenfalls für die Neuverpachtung des Jagdreviers zu bewerben.

«Da ich mich immer noch stark verbunden fühle mit dem Würenloser Wald, habe ich mich mit drei Jagdkameraden kurzerhand entschlossen, die Jagdgesellschaft ‹Bifig› zu gründen», sagt Vock.

Bisherige Jagdgesellschaft wird normalerweise bevorzugt

Philippe Vock kann aber nachvollziehen, wieso der Kanton der Jagdgesellschaft Würenlos das Jagdrevier zugesprochen hat: «Es ist üblich, dass die bisherige Jagdgesellschaft bevorzugt wird, wenn es keine grösseren Beanstandungen gibt.»

Diese gab es nicht. So hat auch der Gemeinderat der Jagdgesellschaft Würenlos in einem Schreiben an den Regierungsrat eine sehr gute Bewertung gegeben. «Ebenfalls haben wir eine sehr gute Bewertung des zuständigen Försters erhalten», sagt René Voser.

Für Philipp Vock ist der Entscheid des Regierungsrats kein Problem. Der Verein «Bifig» sei inzwischen auch wieder aufgelöst worden.

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