Reber: «Wer nicht aufgibt, gewinnt»

«Es ist ein denkwürdiger Tag», sagt Gemeindeammann Hans Ulrich Reber anlässlich des Spatenstichs für den Naturrasensportplatz «Tägerhard».

Gemeinderat Nico Kunz (l.) hält den historischen Moment des Spatenstichs mit einem Selfie fest. Foto: bär
Gemeinderat Nico Kunz (l.) hält den historischen Moment des Spatenstichs mit einem Selfie fest. Foto: bär

«Nach rund 25 Jahren sind wir endlich erfolgreich und starten», sagte Gemeinderat Nico Kunz am Dienstagmittag, kurz bevor der Bagger auffuhr. Er bezeichnet diesen Akt als «fast schon historischen Moment». Entsprechend gross war der Aufmarsch am Spatenstich mit Vertretern der Arbeitsgruppe, des Sportvereins (SV) Würenlos, des Rubgy Clubs Würenlos (RCW), dem Gemeindeammann, Vizeammann und zwei Gemeinderäten.

Während diese vor zwei Tagen mit Schaufeln die ersten Brocken Erde weggruben, wird der Aushub mittlerweile mit Bagger maschinell vorgenommen. Die knapp eine Hektare grosse Fläche wird auf rund 1,2 Meter Tiefe heruntergegraben und danach in drei Schichten aufgefüllt. Der mit verschiedenen Kiesschichten und Erde gefüllte Unterbau soll dafür sorgen, dass darüber eine ebene und sickerungsfähige Rasenfläche entstehen kann. Läuft alles nach Plan, soll der Rasen im Winter angesät werden und der Bau im April beendet sein. Der Sportplatz wird mit Beleuchtungs- und Bewässerungsanlagen ausgerüstet und rundherum werden Häge angebracht. Auch ein Abstellplatz für 40 Velos wird erstellt. Aus Kostengründen verzichtet man vorerst auf den Bau einer sanitären Anlage. «Der Sportverein überlegt sich, ob er provisorische Container hinstellen lassen soll oder ob es sinnvoller ist, in zwei, drei Jahren einen definitiven Bau zu realisieren», sagt Projektleiter Ernst Habegger von der Bauverwaltung. Die Kosten der sanitären Anlage werden zum grössten Teil von den Sportvereinen übernommen.

Die Vereinsmitglieder hatten sich ursprünglich einen Kunstrasen gewünscht, der eine höhere Nutzungsdauer und einen Ganzjahresbetrieb ermöglicht hätte. Gegen den Projektierungskredit für die Realisierung dieser Sportplatzvariante wurde jedoch das Referendum ergriffen. Obwohl der jetzt realisierte Sportplatz auf 1,26 Mio. Franken abgespeckt worden ist, sind die Vereinsmitglieder erfreut, dass es endlich losgeht. «Für uns ist es der Grundstein einer neuen Ära», sagt Ueli Sauter, Sportchef und Vorstandsmitglied des SV Würenlos. Man hofft, dass der Kunstrasen in einer späteren, zweiten Phase realisiert wird.

Auch Oliver Wolf, Präsident des RCW, freut sich, dass ab nächstem Jahr ein neuer Sportplatz zur Verfügung steht. «Weil die Platzverhältnisse beim Schulhaus zu klein waren, mussten wir auf umliegende Gemeinden ausweichen und uns einmieten.»

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