Nach dem Baustopp geht es weiter

Mehr als drei Jahre stand die Baustelle im Murihof still. Nun hat die Gemeinde die Baubewilligung für die Fertigstellung der Überbauung erteilt.

«Hier entstehen 21 neue Eigentumswohnungen» steht auf dem blauen Plakat, das an der Fassade des Murihofs hängt. Der darauf angegebene Bezugstermin im Herbst 2019 ist längst verstrichen. Ein grauhaariger Mann hält vor der Baustelle an. Er sei Käufer einer dieser Eigentumswohnungen und warte darauf, endlich einzuziehen. Sein Warten sollte bald ein Ende haben.

Mit der Erteilung der Baubewilligung für den dritten Teil der Überbauung an der Dorfstrasse 67 kann nun auch das dritte Wohnhaus entstehen. Auch die Zufahrt zu der Einstellhalle der beiden bereits erstellten Wohnhäuser kann realisiert werden. Die Zufahrt ist durch den Murihof geplant und konnte wegen des dortigen Baustopps bis jetzt nicht erstellt werden, teilt die Gemeinde in einer Medienmitteilung am Montag mit.

Baulücke kann geschlossen werden

Mit der Erteilung der letzten Baubewilligung können nun auch die neun Wohnungen im ehemaligen Murihof realisiert werden. Damit wird die Baulücke geschlossen, die seit des im Oktober 2018 verfügten Baustopps an der Dorfstrasse 65/67 klafft. Weil ein Teil des alten Murihof-Gebäudes als erhaltenswert gilt, hätte dieser Teil damals nicht abgerissen werden dürfen. «Es handelt sich um ein inventarisiertes Gebäude, der Dachstuhl des Schürteils, der Wohnteil und der Gewölbekeller sind erhaltenswert», begründete der damalige Leiter der Bau- und Planungsabteilung (die Limmatwelle berichtete). «Nach dem Baustart wurde der geschützte Murihof jedoch illegal und ohne Baubewilligung teilweise abgebrochen», schreibt die Gemeinde diese Woche in der Medienmitteilung. Deshalb kam es zum Baustopp. Der Abbruch hatte ein juristisches Nachspiel, eine Person wurde gebüsst. Nicht betroffen vom Baustopp waren die beiden anderen Neubauten mit je sechs Wohnungen. Sie sind grösstenteils fertiggestellt.

Restliche neun Wohnungen können gebaut werden

Bald sollen nun auch die neun Wohnungen im alten Murihof-Gebäude entstehen. Die Gemeinde habe eine qualitativ hochstehende Planung für die Neubauteile sowie ein fundiertes Konzept für den Umgang mit der bestehenden Bausubstanz verlangt, schreibt sie. «Die Bauherrschaft hat in der Folge ein qualifiziertes Planungsteam mit der Erarbeitung eines Ersatzprojektes für den Murihof beauftragt. Dieses wurde durch die Ortsbildkommission an mehreren Sitzungen beurteilt und vermochte diese in jeder Hinsicht zu überzeugen», so die Gemeinde weiter.

Wie das «Badener Tagblatt» im Herbst mitteilte, hat das Architekturbüro Husistein & Partner AG die Planung übernommen. Es sollen keine weiteren Gebäudeteile abgerissen werden. Der älteste Teil des Hauses mit dem schutzwürdigen Gewölbekeller werde saniert, umgebaut und in der Mitte sowie rechts mit einem Neubau ergänzt.

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