Den Fasnachtsvirus im Blut

Bereits seit 1977 gibt es die Chriesischtei-Knakker aus Würenlos. Mittlerweile sind es noch neun Fasnächtler, die in ihrem Namen von Beiz zu Beiz ziehen.

Sie frönen der Fasnacht: Die Mitglieder der Chriesischtei-Knakker. zVg

«Unser Verein dient dem Zweck der Förderung und Verbreitung der kakophonischen Musik und dem gemütlichen Beisammensein, während und ausserhalb der Fasnachtszeit», so steht es auf der Website des Vereins geschrieben. Präsident Stefan Stillhart freut sich auf den Schmutzigen Donnerstag von heute. Er spielt das Euphonium in der mittlerweile überschaubaren Truppe. Obwohl sie nur noch neun Fasnächtlerinnen und Fasnächtler seien, mache das Ganze viel Spass. «Wir waren ja mal fast 30 Mitglieder. Aber es wurden immer weniger», sagt Stefan Stillhart. Sie hätten auch Werbung gemacht und Leute gesucht. «Doch jetzt lassen wir es mal so. Ich habe Freude an unserer Gruppe, wir haben eine gute Zeit, machen Musik.»

Heute Abend starten die Chriesischtei-Knakker mit der Beizenfasnacht in Bad Zurzach. Am Freitag treffen sich die Fasnächtler am Kleinformationentreffen in Rheinfelden und am Samstag, 1. März, spielen sie am Gugge-Konzert vor der Drogerie Swidro. Weiter geht es mit der Fasnacht in Mellingen, der Kinderfasnacht und der Beizenfasnacht nach dem Nachtumzug.

Alle zwei Jahre neues Kostüm

Die Mitglieder der Chriesischtei-Knakker proben von Anfang September bis Mitte/Ende Februar jeden Freitag. Die Musikkommission schaut sich die bisher gespielten Lieder an und entscheidet, welche aus dem Programm rausgenommen werden und welche neu dazukommen. «Da wir eh nur Beizentouren machen, haben wir eher Schunkellieder. Aber eigentlich spielen wir alles kreuz und quer», sagt Stefan Stillhart. Er ist seit 18 Jahren dabei und kam über seine Schwester zu den Chriesischtei-Knakkern. «Ich ging einmal mit und es hat mich gepackt. Irgendwann haben sie mich noch überredet, den Präsidenten zu machen», sagt er lachend. Alle zwei Jahre wechselt die Truppe ihre Kostüme. Zwei Mitglieder entwerfen ein Kostüm, kaufen Stoffe ein und geben die Nähanleitung dazu. Schliesslich muss jeder und jede das Kostüm selber nähen. Es gibt aber auch Ausnahmen: etwa wenn das Gewand zusammengekauft wird. Stefan Stillhart sagt, dass seine Frau das Kostüm für ihn näht. «Ich kann nicht nähen», erklärt er.

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