Ausgefeiert: Geht der «Steinhof» bald in die nächste Runde?

Seit längerem ist der Um- und Neubau des Restaurants Steinhof in Würenlos ein Thema. Vom Entscheid hängt auch ab, wie lange der alte Steinhof noch als Eventlokal genutzt werden kann.

So präsentiert sich der neue Gebäudekomplex Steinhof.

So präsentiert sich der neue Gebäudekomplex Steinhof.

«Der ‹Steinhof› wird inzwischen nur noch als Eventlokal genutzt und vor allem für private Anlässe gebucht», sagt Franziska Arnold, Event-Managerin des «Steinhofs». Doch auch öffentliche Veranstaltungen stehen immer wieder auf dem Programm. Aktuell etwa das Oktoberfest, das am 14. Oktober im «Chuestall» stattfindet.

«Geplant haben wir nur bis Ende Jahr», sagt Arnold. Was 2018 komme, sei noch offen. Man spreche sich regelmässig mit dem Architekten Martin Thalmann vom Büro Thalmann und Steger ab, der für den geplanten Um- und Neubau verantwortlich zeichne. Bereits zum dritten Mal gings in die Verlängerung, jeweils für ein halbes Jahr. «Nur zu Beginn, 2013, konnten wir längerfristig planen», betont sie.

Es gibt keinen Plan B

Es schwingt schon etwas Wehmut in ihrer Stimme, wenn sie auf das endgültige Aus angesprochen wird. Denn ein Ersatzlokal für den «Steinhof», sozusagen einen Plan B, gibts nicht.

Wenn die Zustimmung vom Kanton zum Baugesuch bis Ende Jahr kommt, dann fahren Anfang 2018 die ersten Bagger auf, um den alten «Steinhof» teilweise abzubrechen. Wenn alles nach Plan läuft, sollten die Bauarbeiten für das Hotel, Restaurant und das Mehrfamilienhaus gut eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen.

Der neue Gebäudekomplex wird nach der Auffrischung dem heutigen Bild entsprechen. Die Gartenwirtschaft und der Kopfbau bleiben bestehen. Der rückwärtige Anbau mit dem Saal wird abgebrochen und neu gebaut.

Im Erdgeschoss werden neben der Wirtewohnung zwei Säle entstehen. Im Obergeschoss sind 14 Hotelzimmer geplant. Die Scheune muss ebenfalls weichen. Sie wird jedoch in gleicher Form als Mehrfamilienhaus erstellt mit Platz für zwölf Mietwohnungen.

Die Kosten für die Gesamterneuerung dürften sich auf 11 Millionen Franken belaufen. Und wer weiss, vielleicht wird auch Platz für kulturelle Events geschaffen. Mehr möchte Franziska Arnold dazu nicht verraten, denn konkrete Pläne gebe es (noch) nicht.

Kanton muss Zustimmung erteilen

Allerdings ist es noch nicht so weit. Der Kanton muss die Zustimmung zum Baugesuch erst noch erteilen. «Knackpunkt ist der Verkehrsanschluss an die Landstrasse», sagt Bauverwalter Markus Roth.

Das angepasste Baugesuch sieht eine Bushaltestelle direkt vor dem «Steinhof» vor. Die Zufahrt zur Tiefgarage wurde zudem 17 Meter nach vorne zur Ortsmitte verschoben. Erst wenn der Kanton die Bewilligung erteilt habe, könne der Gemeinderat das Baugesuch bewilligen, ergänzt der Bauverwalter. Er bleibt zuversichtlich, dass das Ganze nun ins Rollen kommt.

Nebst diesem Bauprojekt wird aktuell ein Gestaltungsplan für das Grundstück, das an den «Steinhof» grenzt und in der Wohnzone liegt, von den Architekten Thalmann und Steger erarbeitet.

Die zweite Parzelle, die sich ebenfalls hinter dem «Steinhof» befindet, ist in der Gewerbezone platziert und befindet sich im Besitz Dritter. Gemäss Volumenstudien liessen sich auf beiden Grundstücken je sechs bis sieben Mehrfamilienhäuser mit je 70 bis 80 Wohnungen realisieren. Vorausgesetzt, die zweite Parzelle wird noch umgezont.

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