12.08.2020

Fussballcamp-Teilnehmer: «Beim Spielen sind wir glücklich»

Total nahmen 77 Kinder im vom Sportverein Würenlos organisierten fünftägigen Fussballcamp teil. Rahel Bühler
Am liebsten «mätschlen» sie: Janis Märki, Lion Burki und Lionel Schamaun.

Total nahmen 77 Kinder im vom Sportverein Würenlos organisierten fünftägigen Fussballcamp teil. Rahel Bühler

Total nahmen 77 Kinder im vom Sportverein Würenlos organisierten fünftägigen Fussballcamp teil. Rahel Bühler
Am liebsten «mätschlen» sie: Janis Märki, Lion Burki und Lionel Schamaun.

Am liebsten «mätschlen» sie: Janis Märki, Lion Burki und Lionel Schamaun.

Im Fussballcamp des Sportvereins Würenlos jagten vergangene Woche 77 Kinder dem runden Leder nach. Noch nie gab es so viele Anmeldungen wie dieses Jahr.

Von: Rahel Bühler

Mittwochmorgen, Sportplatz Ländli, Würenlos: Das nahe gelegene Schulhausareal ist leer. Die ansonsten stündlich klingenden Glocken sind stumm. Noch sind Sommerferien angesagt. Auf dem Sportplatz aber herrscht Hochbetrieb: 77 Kinder jagen fünf Tage lang dem wohl bekanntesten Ball der Welt nach: dem Fussball. 
Der Sportverein Würenlos (SVW) hat heuer zum dritten Mal ein Fussballcamp für Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren organisiert. Heuer fand es zum ersten Mal in den Sommerferien statt. Coronabedingt, wie Organisatorin Nadine Burki beim Besuch auf dem Sportplatz erklärt: «Normalerweise fand es in den Frühlingsferien statt. Heuer ging dies nicht.» Dies führte dazu, dass sich so viele Kinder anmeldeten wie noch nie. Das liege an den Ferien, vermutet sie: «Viele blieben zu Hause.» Gemeinsam mit ihrem Vater Fredy Strasser, ihrem Mann Sandro Burki und Ivano Bonadei hat sie das Camp organisiert. Strasser und Bonadei sind beide als Trainer beim SVW tätig. Strasser ist zudem Mitglied des Vorstands vom SVW. Die Aufgaben im Organisationsteam sind klar verteilt: Burki kümmert sich um die Verpflegung, Strasser um das Sportliche, also zum Beispiel die Gruppeneinteilungen, und Bonadei ums Administrative. 

Ziel der Organisatoren: Zufriedene Kinder

Dieses Jahr ist nicht nur der Lagerzeitpunkt anders. Auch der SVW musste einige coronabedingte Massnahmen treffen: «Mit einem Sensor haben wir zu Beginn des Lagers bei jedem Kind das Fieber gemessen. Hätte ein Kind Temperatur gehabt oder sonstige Symptome gezeigt, hätte es nach Hause gehen müssen», sagt Burki. Das sei aber nicht der Fall gewesen. Ansonsten müssen sich Leiter und Kinder regelmässig die Hände desinfizieren. Und die 77 Kinder trainieren in sieben konstanten Gruppen. Von 9 bis 10.15 Uhr gibt es jeweils eine Spieleinheit. Dann folgt eine 30-minütige Pause. Diese verbringen die Kinder nicht alle gemeinsam, sondern in ihrer Trainingsgruppe. «So stellen wir sicher, dass Kinder der Gruppe eins nicht mit Kindern der Gruppe zwei in Kontakt kommen», erklärt Burki. Nach der Pause folgt eine zweite Trainingseinheit.
Die meisten Trainier seien bereits beim SVW tätig. Wie die Kids auch. Zu den älteren Teilnehmenden gehören auch Lionel Schamaun (10), Lion Burki (9) und Janis Märki (10). Lionel ist zum ersten Mal im Camp:  «Es sind Ferien und ich hätte sonst nichts anderes zu tun», sagt er und lacht. Freude würde ihm alles machen. Am meisten aber das «Mätschle». Lion und Janis sind einverstanden: «Wenn wir Fussball spielen, sind wir glücklich», meint Janis. 

Am Samstag ging das Camp mit einem Abschlussevent, einer Olympiade, zu Ende. Mit den Einnahmen aus den Essensverkäufen während der ganzen Woche und den Mitgliederbeiträgen versuchen die Organisatoren, ihre finanziellen Aufwände zu entschädigen. «Wir verdienen nichts mit dem Camp», betont Burki. Die Arbeit von Organisatoren und Trainer sei ehrenamtlich. «Die Kinder sollen nach der Woche zufrieden nach Hause gehen und nächstes Jahr wieder kommen wollen. Das ist unser Ziel.»