«Uselütete» artet komplett aus

Verletzte und Sachschäden an der Kanti Wettingen. An der «Uselütete» kam es zu Krawallen durch Schüler der Kanti Baden.

Wie das «Badener Tagblatt» schreibt, hätte die «Uselütete» an der Kantonsschule Wettingen den Abschluss der Schulzeit darstellen sollen. Doch eine Gruppe von 40 bis 50 Schülerinnen und Schülern der Kantonsschule Baden randalierte auf dem Schulgelände in Wettingen. Es ist die Rede von Vermummten, die Menschen mit Mehl, Eiern und Essig beworfen haben. Auch kamen Böller und Feuerwerkskörper zum Einsatz. Nun prüft die Schulleitung disziplinarische und strafrechtliche Schritte – sie arbeitet mit der Polizei zusammen.

Im Brief an Eltern, Erziehungsberechtigte und Lehrpersonen spricht Daniel Franz, Rektor der Kantonsschule Baden, von «schwerwiegenden Vorfällen». Nachdem die Schüler bereits auf dem Gelände der Kanti Baden negativ aufgefallen seien, traten sie vermummt auf dem Gelände der Kanti Wettingen auf, wo Menschen verletzt und Einrichtungen beschädigt wurden.

«Ein solches Verhalten von Schülern der Kanti Baden macht uns fassungslos. Wir sind entsetzt über das, was geschehen ist. Es überschreitet jede Grenze und hat an unserer Schule keinen Platz», schreibt Daniel Franz.

Bild- und Videomaterial gesucht

Gemäss «Badener Tagblatt» bestätigt Paul Zübli, Rektor der Kanti Wettingen, die Vorfälle. Sie hätten zunächst drei sehr schöne Tage gehabt mit vielen kulturellen Aktivitäten. «Dann kam dieser Überfall.» Rektor Zübli hat nicht alles direkt mitbekommen, doch Lehrpersonen vor Ort hätten reagiert und die Jugendlichen weggewiesen. Zur Reaktion des Badener Kanti-Rektors sagt er: «Sehr unterstützend sind die klare Haltung und die Reaktion des Rektors der Kanti Baden.» Er schätze die gute Zusammenarbeit «auch jetzt in dieser Situation».

Offenbar spielten sich die Vorfälle im Eingangsbereich der Klosterhalbinsel sowie beim Restaurant Sternen ab. Zudem seien durch die Gruppe «abschätzige, sehr vulgäre Parolen» gerufen worden.

Rektor Franz erklärt in seinem Schreiben, dass sachdienliche Hinweise wie Bild- oder Videomaterial gesammelt werden, um die fehlbaren Schüler – es waren auch vereinzelt Schülerinnen darunter – zu identifizieren. Den Tätern drohen disziplinarische Massnahmen und strafrechlichte Schritte. Ob darunter auch ein Schulausschluss ist, kann Daniel Franz nicht sagen. «Das müssen wir anschauen», erklärte er gegenüber dem «Badener Tagblatt». (LiWe/ihk)

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