Steuerfuss steigt um 6 %

Präsentation des Finanzplans 2012 bis 2016: Aufgrund hoher Investitionen soll der Steuerfuss von 89 auf 95 Prozent erhöht werden.

Der Finanzplan 2012–2016 wurde von Ammann Markus Dieth und Finanzverwalter Martin Frey präsentiert. Foto: bär
Der Finanzplan 2012–2016 wurde von Ammann Markus Dieth und Finanzverwalter Martin Frey präsentiert. Foto: bär

«Weil wir bis im Jahr 2009 wenig investiert haben, konnten wir die Schulden praktisch auf null abbauen und den Steuerfuss senken», sagt Gemeindeammann Markus Dieth. Dies ist nun definitiv vorbei. Grosse Ausgaben im Schulbereich schlagen in den Jahren 2013 und 2014 zu Buche, danach wird die Sanierung und Ertüchtigung im Sport- und Erholungszentrum Tägi anstehen. «Dank unseren gesunden Finanzen können wir diese Investitionen jetzt anpacken.» Der Gemeinderat hat seine Finanzplanung von der Firma BDO AG extern überprüfen lassen und grünes Licht erhalten.

Was die Zuwachsraten der Steuererträge betrifft, hat der Gemeinderat die Vorgaben und Empfehlungen des Kantons übernommen. Beim Nettoaufwand wird mit einer Zuwachsrate von einem Prozent pro Jahr gerechnet. Man will auch künftig 10 Prozent Abschreibungen vornehmen. «Dies, obwohl mit der Umstellung auf HRM2, dem neuen harmonisierten Rechnungsmodell, eine Änderung im Abschreibungssystem vorgenommen wurde», so Dieth.

Zwar wird es durch die hohen Investitionen einen Schuldenanstieg geben, dieser sei aber problemlos verkraftbar.

Sind die investitionsintensiven Jahre vorbei, will der Gemeinderat den Steuerfuss wieder senken. Er geht davon aus, dass die Hauptinvestitionsphase im Jahre 2019 abgeschlossen sein wird. «Wir wollen keine Steuern auf Vorrat und vom Bürger nur so viel Geld in Anspruch nehmen, wie wir brauchen, um die anstehenden Aufgaben erfüllen zu können.» Der Gemeinderat sei bestrebt, mit einer umsichtigen Finanzpolitik der Bevölkerung im Bereich Bildung, Kultur, Sport und Freizeit auch etwas bieten zu können. «Wir investieren in die Zukunft mit dem klar strategischen Ziel, weiterhin eine steuergünstige und attraktive Wohngemeinde zu sein», resümiert Dieth.

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