Ein Abend mit viel Glamour und Gewinnern
An der Sportlerehrung im Wettinger Tägerhard gaben sich Siegerinnen und Bestplatzierte die Ehre. Geehrt wurden Altbekannte, aber auch neue Talente.
Weiss gedeckte Tische, Tischnummern und Menükarten. Die Gäste hatten die Sportkleidung gegen Anzüge und Kleider getauscht. Sportminister Philippe Rey fand: «Heute Abend schwitzen wir nicht, wir feiern.» Die Sportlerehrung 2025 im Wettinger Tägi kam wieder in gewohntem Rahmen daher. Die letztjährige Ehrung musste aufgrund des fehlenden Budgets kleiner ausfallen. So traf man sich im Mai in der Aula Margeläcker, statt eines opulenten Abendessens gab es einen Apéro riche.
Moderator Calvin Stettler wies auf diesen Umstand hin und bemerkte, dass auch er sich in diesem Jahr wieder in «Schale geschmissen» habe. Der Sportmoderator von SRF führte gekonnt und mit viel Witz durch den Abend. Unterstützung erhielt er durch die Musikschule Wettingen, welche mit ihren Jazz-Songs für gelungene Unterhaltung sorgte. Als Calvin Stettler gar den Saal verlassen musste, um eine Anfrage des Zivilschutzes zu beantworten, sprangen Sophie Gugger und Casper Caduff von «Comedy Alarm» ein. Die beiden Sicherheitsleute, welche die Gäste bereits beim Betreten des Tägis «kontrolliert» hatten, gaben sich zunächst schüchtern und später umso selbstsicherer. Ihren selbst gebrauten Energy-Drink mit Wasser aus den Bündner Alpen «durfte» Badens Stadtammann Markus Schneider degustieren. Dieser leerte das Glas ein einem Zug. «Noch nie hat jemand das ganze Glas ausgetrunken», meinte Casper Caduff.
Tänzerinnen wurden Weltmeister
Zu den grossen Abräumern des vergangenen Jahres zählten wie gewohnt der HC Rotweiss Wettingen, der Tennisclub, Kyokushinkai Karate, der STV Wettingen, die Leichtathleten des LV sowie die Schwimmerinnen und Schwimmer der Behindertensportgruppe. Für internationale Erfolge sorgten das Tanzteam «Estimation», welches den Weltmeistertitel am Global Dance Open holte. Tänzerin Noelia Weidmann von Natmove sicherte sich die Silbermedaille an den Vizeweltmeisterschaften an den World Championships. Und schliesslich holten Mitglieder von HC Rotweiss Wettingen den U-21-Europameistertitel im Hallenhockey.
Verschiedene Teams konnten als Schweizermeisterinnen und Schweizermeister im Turnen, Cupsieger im Beachsoccer oder Feldmeisterinnen ein Kuvert mit Preisgeld in Empfang nehmen.
Bei den Einzelerfolgen stach die Siegerin des UBS-Kids Cup, Liza Leuenberger, heraus. Sie erklärte, dieser Erfolg sei mega cool. Und als ihr Vorbild erwähnte sie die äusserst erfolgreiche Schweizer Leichtathletin Mujinga Kambundji.
60 Vereine gibt es in der Gemeinde Wettingen. Gemeindeammann Markus Haas befand, dass die Vereine eine riesige Rolle spielen würden. «Die Juniorinnen und Junioren kommen weg vom Handy und haben dadurch mehr Gemeinschaft.» Die Präsidentin der Sportschützen Wettingen-Würenlos, Darunee Frossard, erklärte unverblümt: «Wir sind zu faul, um zu joggen, deshalb machen wir eine Sportart zur Muskelentspannung.» Die Sportschützen trainieren die olympischen Distanzen 10 und 50 Meter. Der Verein wurde 1907 unter dem Namen Flobertschiessverein Wettingen-Kloster gegründet.
Wie jedes Mal an der Sportlerehrung wurde ein Special Award vergeben für Menschen, die sich eher im Hintergrund um die Bedingungen für eine erfolgreiche Sportkarriere kümmern. Dieses Mal konnte Philippe Rey gleich mehrere Exemplare verteilen. Der aufgelöste Sportausschuss der Gemeinde mit Rémy Monney, Fabio Moser, Marcel Benz, Pascal Schelbert, Daniel Notter, Stefan Frey und Cristina Bertozzi erhielten die Auszeichnung.










