Das Bahnhofareal wird umgestaltet: Wohnraum für rund 1000 Einwohner soll entstehen

Das Bahnhofareal zwischen Gleisanlage, Güterstrasse und Seminarstrasse soll neu gestaltet werden. Entstehen soll ein Quartier mit Wohnungen, Arbeitsflächen sowie einem Kindergarten oder Hort.

Neue Nutzungsverteilung Bahnhofareal<em> Wohnen (rosa), Gewerbe/Arbeiten (gelb), Retail/Verkauf (grün), Mobilität (blau) und Kindergarten (rot gestreift). (zVg)</em>
Neue Nutzungsverteilung Bahnhofareal<em> Wohnen (rosa), Gewerbe/Arbeiten (gelb), Retail/Verkauf (grün), Mobilität (blau) und Kindergarten (rot gestreift). (zVg)</em>

Seit rund acht Jahren plant der Gemeinderat zusammen mit den vier Grundeigentümern SBB Immobilien, Schweizerische Post, Debrunner Acifer AG und Lägern-Plastic AG die Entwicklung im Bahnhofareal.

Dazu bedarf es einer Teiländerung der Nutzungsplanung und eines Gestaltungsplans. Die Papiere liegen nun vor und das Projekt wird der Öffentlichkeit am 21. August präsentiert. Einen Monat lang haben Einwohner die Möglichkeit, sich dazu zu äussern.

Mit rund 35 000 m² wird eine grosse Fläche gestaltet, die rund drei Fussballfeldern entspricht. «Für Wettingen ist das eine Riesenchance, wir haben nicht oft die Gelegenheit, ein solches Areal zu entwickeln», so Gemeindeammann Roland Kuster. Der Gemeinderat erhofft sich, dem Eingangstor der Gemeinde dadurch ein neues Gesicht zu geben.

«Das Bahnhofareal ist ein zentraler Ort, an dem ÖV-Reisende empfangen werden. Leider sieht es im Moment noch nicht so aus, wie wir es uns wünschen», sagt Kuster. «Ziel ist es, durch die Neugestaltung ein neues attraktives Wohn- und Gewerbequartier zu schaffen», so Urs Heimgartner, Leiter Bau- und Planungsabteilung der Gemeinde Wettingen.

Wohnraum und Arbeitsplätze sollen entstehen

Alleebäume und Grünflächen, aber auch Wohn- und Gewerbenutzung sollen das neue Quartier lebenswert machen. Im Moment werden auf dem Areal Arbeitsplätze für rund 170 Personen und Wohnräume für 60 Personen angeboten.

Heute wird das Bahnhofareal also vorwiegend für Güterumschlag, Parkierung und Lager genutzt. Das soll sich ändern: Künftig sollen Wohnraum für 800 bis 1000 neue Einwohner und 400 bis 700 Arbeitsplätze entstehen.

Über 10000m² sind für eine Arbeitsnutzung vorgesehen. Es soll zwar nicht wie ursprünglich geplant ein Einkaufszentrum entstehen, aber dennoch Platz für Dienstleistungen, Retail, Gastronomie oder Kleingewerbe haben.

Die Veloabstellplätze sollen von heute 400 auf 500 erhöht werden. Die Anzahl der Parkplätze von knapp 300 auf 500. Ein Teil ist für die private Parkierung der Bewohner vorgesehen, der andere Teil für «Park + Ride».

Nicht höher als Nachbarsgebäude

Die Höhe der neuen Gebäude soll sich an den bestehenden Gebäuden – im Bereich Bahnhofplatz am Bürogebäude der Etzelmatt – orientieren, die höchstens 5-geschossig und 20 Meter hoch sind.

Zwischen dem 22. August und dem 20. September können sich die Einwohner zum Projekt äussern und Anträge an den Gemeinderat stellen. Die Gemeinde geht davon aus, dass innerhalb der nächsten rund zwei Jahre die Rechtsgrundlage geschaffen ist, damit danach das Projekt erarbeitet werden kann. Bis die Bagger auffahren, dürfte es vermutlich weitere zwei Jahre dauern.

Die Kosten übernehmen die Grundeigentümer. Die Gemeinde hat für die Planung aufgrund der Wichtigkeit für die Standortförderung jedoch personelle Ressourcen zur Verfügung gestellt.

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