Anstossen auf den Sieg

Martin Egloff hat bei den Wahlen am Wochenende das Rennen gegen Roland Michel gemacht. Der FDP-Politiker wird künftig den Wettinger Gemeinderat verstärken.

Yvonne Vogel, Präsidentin FDP Wettingen, Stephan Willax, Wahlkampfleiter, Martin Egloff, frisch gewählter Gemeinderat. Foto: zVg
Yvonne Vogel, Präsidentin FDP Wettingen, Stephan Willax, Wahlkampfleiter, Martin Egloff, frisch gewählter Gemeinderat. Foto: zVg

Martin Egloff, haben Sie mit einem solchen Resultat gerechnet?

Martin Egloff: «Ich bin sehr glücklich. Ich habe mir für den zweiten Wahlgang natürlich reelle Chancen ausgerechnet, weil ich davon ausging, dass die Stimmbeteiligung bedeutend höher sein wird als beim 1. Wahlgang. Meine Wahl widerspiegelt denn auch die Unterstützung der Stimmbürger über die Parteigrenze der FDP hinaus.»

Der Stimmenunterschied ist eher knapp. Ein Zufallsresultat? «Es war knapp und wir wussten, dass jede Stimme zählen wird. Roland Michel und ich politisieren nicht weit voneinander entfernt und so ist es logisch, dass wir die gleichen Wähler ansprechen. Ich hatte im 1. Wahlgang 185 Stimmen weniger und nun im 2. Wahlgang habe ich 93 Stimmen mehr als mein Konkurrent. Es war in beiden Wahlgängen knapp und ich bin natürlich froh, dass ich im entscheidenden 2. Wahlgang vorne lag. Ohne die Beteiligung des dritten Kandidaten Michael Merkli im ersten Wahlgang hätte es diese Chance wohl nicht gegeben für mich.»

Sie werden das Ressort Soziales und Gesundheit übernehmen, richtig? «Ja, in dieser Funktion werde ich mich dem bereits bestehenden Massnahmenplan mit 42 Punkten, die es anzugehen gilt, annehmen. Selbstverständlich werde ich alles daran setzen, die anstehenden Anliegen und Aufgaben im Sinne der Gemeinde Wettingen umzusetzen. Es ist jetzt wichtig, vorwärtszuschauen und mit meinen Ratskollegen klare Ziele zu definieren und zu verfolgen.»

Mit welchen Massnahmen werden Sie, die FDP, den Sitz an den Kommunalwahlen im Herbst verteidigen? «Im Moment gilt es, eine gute Arbeit im Gemeinderat zu machen. In der Politik ist man immer abhängig vom Wahlergebnis und schon im Herbst finden die nächsten Gesamterneuerungswahlen statt. Ich habe grosses Vertrauen in die Stimmbürger. Sie wissen, dass es nicht zielführend ist, ein funktionierendes Gemeindeorgan einfach so umzustellen. Wir von der FDP werden natürlich auch im Herbst unsere Möglichkeiten ausschöpfen, um einen guten und vor allem fairen Wahlkampf zu betreiben für den Gemeinderat und vor allem für den Einwohnerrat.»

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