«Wir schauen es an – auch wenn es eilt»

Patricia Huggenberger feierte vor einer Woche ihren 50. Geburtstag.

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Motto: Love, Peace und Konfetti.

Motto: Love, Peace und Konfetti.

Mitglieder der Musikgesellschaft standen am Grill und an der Bar.

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Mit der Regierungsübernahme  der Bräusi-Vögel hat in Spreitenbach die Fasnacht vor      einer Woche gestartet. Melanie Bär

Mit der Regierungsübernahme der Bräusi-Vögel hat in Spreitenbach die Fasnacht vor einer Woche gestartet. Melanie Bär

Gemeinderat abgesetzt: Markus Mötteli, Doris Schmid und Adrian Mayr bekommen Relax-Tee geschenkt und nehmen die «Anklagen» mit Humor (v. l.).

Gemeinderat abgesetzt: Markus Mötteli, Doris Schmid und Adrian Mayr bekommen Relax-Tee geschenkt und nehmen die «Anklagen» mit Humor (v. l.).

In Spreitenbach startet die Fasnacht traditionell mit der Regierungsübernahme durch die Bräusi-Vögel. Diesmal sassen drei Politiker auf der Anklagebank – und durften die Bank am Schluss behalten.

Ihre Ankunft war nicht zu überhören vor einer Woche in Spreitenbach: Laut musizierend marschierten die Mitglieder der Bräusi-Vögel auf der Dorfstrasse Richtung Obstgarten. Dort warteten über hundert Kinder, Jugendliche und Erwachsene, um der Regierungsübernahme der Fasnächtler beizuwohnen. Nach einem kurzen Konzert rollten die Fasnächtler die «Anklagebank» aus dem Schopf und baten die anwesenden Gemeinderäte vorzutreten. Gemeindepräsident Markus Mötteli, Vizepräsidentin Doris Schmid und Gemeinderat Adrian Mayr nahmen lachend Platz. Sie wussten, was folgen würde: Die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler richten über die «Schandtaten» des vergangenen Jahres. Mötteli nahm es gelassen und sagte lachend: «Meistens sind sie ja zum Glück gnädig mit uns.»

Die Fasnächtler hätten bei der Regierungsübernahme gerne den Schlüssel zum Gemeindehaus übernommen. Nach dem Wechsel des Schliesssystems erging es dem Gemeinderat allerdings wie einigen Vereinen: Er war nicht zu finden. Das «Schlüsseldebakel» war nicht das einzige Thema, das die Fasnächtler augenzwinkernd und mit einem Mahnfinger aufgriffen. «Wir schauen es an» sei eine gängige Antwort. «Und wenn es eilt? Wir schauen es nochmals an!»

Brennendes Licht im Gemeindehaus

Auch den Boostocksteg respektive das dortige Provisorium erwähnten die Fasnächtler: «Es ist fertig, aber nur so lange, bis man es richtig macht.» Die Beleuchtung im Gemeindehaus sei keine Stromverschwendung, sondern sorge für Transparenz, sagten die Fasnächtler mit ironischem Unterton: «Damit man sieht, dass wirklich etwas läuft. Irgendetwas. Irgendwann.» Der Gemeinderat nahms mit Humor und entgegnete in den Gemeinderatsnachrichten zur Kritik am permanent brennenden Licht im Gemeindehaus: «Das dient ausschliesslich dazu, dass der Gemeinderat gelegentlich selbst erleuchtet wird und in seiner politischen Führung weiterhin Licht am Ende des Tunnels sieht.»

Zum Schluss schenkten die Bräusi-Vögel dem Gemeinderat die Anklagebank. Sie wird das modrige Bänkli beim alten Schulhaus ersetzen, dort wo sich das Probelokal der Gugge befindet. Der Gemeinderat bedankte sich und liess verlauten: «Sollte das Gemeindehaus nach zehn Tagen wider Erwarten effizienter, strukturierter oder gar pünktlicher funktionieren, sieht sich der Gemeinderat gezwungen, diese neue Arbeitsweise sofort wieder einzustellen.»

 

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