Vom Projekt zum beliebten Treffpunkt

Sie geniessen ihre Jassrunde in der CaféBar.

Sie geniessen ihre Jassrunde in der CaféBar.

Die Initiantinnen Ingrid Soland (l.) und Doris Suter (r.) servieren mit Vera Satri die selbstgebackenen Kuchen. Bilder: Irene Hung-König

Die Initiantinnen Ingrid Soland (l.) und Doris Suter (r.) servieren mit Vera Satri die selbstgebackenen Kuchen. Bilder: Irene Hung-König

Nach 15 Jahren ist Schluss: Doris Suter und Ingrid Soland suchen Nachfolgerinnen für die CaféBar im Langäcker-Quartier.

Es duftet verführerisch nach Kaffee und Kuchen. Doris Suter und Ingrid Soland bringen die Kuchenstücke zu den Gästen an den Tisch. An zwei Tischen wird gejasst, an anderen unterhält man sich. Vera Satri steht hinter der Theke, macht die nächsten Kuchenstücke parat und lässt die Kaffeemaschine laufen. Zweimal wöchentlich, am Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr, hat der Treffpunkt für Gross und Klein geöffnet. Für die Initiantinnen Doris Suter und Ingrid Soland heisst es bald Abschied nehmen. Denn nach dieser langen Zeit, möchten sie kürzertreten. «Wir sind immer weniger Frauen. Und wir backen auch die Kuchen selber», so Ingrid Soland.

Seit 2011 gibt es die CaféBar

Die CaféBar im Quartierzentrum Langäcker gibt es seit 2011. Seit 2016 wird sie durch den «Verein CaféBar» betrieben, der sich aber nun vom freiwilligen Engagement verabschiedet. Dem Gemeinderat sei es ein Anliegen gewesen, die Weiterführung der CaféBar sicherzustellen. Im Rahmen einer Pilotphase bis Ende 2027 wird deshalb die CaféBar lose an die Bibliothek angebunden, die sich ebenfalls im Quartierzentrum befindet.

Soziale Integration im Vordergrund

Die Idee zu einer CaféBar im Quartier entstand durch das sogenannte «project urbain», das in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern von 2012 bis 2015 durchgeführt wurde. «Man wollte im Quartier, in ganz Spreitenbach die soziale Integration fördern», erzählt Doris Suter. «Es gab Workshops und wir brachten unsere Ideen ein. So entstand die CaféBar.

Ingrid Soland und Doris Suter holen Fotoalben hervor, mit Impressionen der verschiedenen Aktivitäten wie Herbstfest, Racletteplausch, Risottoessen oder Grillplausch. «Wir haben recht viel gemacht. Das Herbstfest kam immer gut an mit Musik und Tanzdarbietungen», sagt Doris Suter und Ingrid Soland erinnert sich an den Anfang. «Wir hatten noch die alte Küche – ohne Geschirrspüler.»

Integration ist gelungen

Alle Frauen, die im Café mithalfen, integrierten sich so gut, dass danach alle eine Stelle fanden», erzählen die beiden. «Was auch interessant war, dass sich auch die Schweizerinnen und Schweizer besser vernetzten und kennenlernten in der CaféBar. Viele wohnten wohl im selben Block, grüssten sich zwar, mehr aber nicht. «Hier trafen sie sich und wurden zu unseren Stammgästen.» Und wenn mal jemand mehrere Male nicht auftauchte, begann man sich zu sorgen, ob derjenige krank sei oder sonst etwas passiert ist.

Der Verein CaféBar hat rund 10 Mitglieder. Von diesen möchte niemand das Café weiter betreiben. Die Gemeinde sucht deshalb Freiwillige, welche die CaféBar am Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr betreiben wollen. Nebst der Vorbereitung vor Ort fallen Arbeiten wie Getränkeausgabe, Abwasch und – bei Interesse – der Einkauf an. Interessierte können sich bei Bibliotheksleiterin Claudia Trefz unter 056 418 86 80 melden.

 

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