Über Berg und Tal bis hin zur hohen See

Schon als Zwölfjähriger interessierte ihn Politik, sie gehört zu seinem Leben. Jetzt kandidiert Adrian Mayr (parteilos) für den Gemeinderat Spreitenbach.

Adrian Mayr, 49, parteilos. zVg
Adrian Mayr, 49, parteilos. zVg

«Wir sind eine klassische Patchwork-Familie», beschreibt Adrian Mayr. Als er 2003 nach Spreitenbach zieht, hat seine Frau zwei Töchter. «Sie sind mittlerweile erwachsen und ausgezogen.» Die gemeinsamen Söhne gehen in Spreitenbach zur Bezirksschule. «Sie waren anfangs skeptisch, als ich von meiner Kandidatur erzählt habe», schildert Adrian Mayr. «Ich denke, sie fürchteten mögliche negative Rückmeldungen. Aber das hat sich gelegt.» Seine Frau Martina Studerus Mayr, Geschäftsführerin der Spitex Spreitenbach-Killwangen, habe ihn von Beginn weg unterstützt. «Sie weiss, wie gerne ich Neues wage. Und ich bin sicher, jetzt ist ein guter Zeitpunkt dafür.» Mayr möchte dazu beitragen, dass Spreitenbach auch für künftige Generationen der lebenswerte Ort bleibe, der es heute ist. «Spreitenbach hat so viel zu bieten. Den Negativschlagzeilen der Vergangenheit möchte ich künftig das positive Image klar entgegenhalten.»

Fragt man Adrian Mayr nach besonderen Eigenschaften, die ihn für das Amt des Gemeinderates qualifizieren, lautet die Antwort: «Die Mischung machts aus.» Als ausgebildeter Elektroingenieur FH mit Nachdiplomstudium Wirtschaftsingenieur FH verfüge er über eine rasche Auffassungsgabe kombiniert mit analytischem Geschick. Als Leiter Produkt-Management und Marketing habe er gelernt, auch unter Druck stets klare Prioritäten zu setzen. «Ausserdem habe ich schnell einen Draht zu den Menschen.» Dabei spiele seine sachliche, überlegte und umgängliche Kommunikationsweise sicher eine entscheidende Rolle.

Entspannung findet Adrian Mayr in der Natur. «Ich fahre Velo und Ski – die Berge sind eine meiner Leidenschaften. Aber als Segler fühle ich mich auch auf dem Wasser zu Hause.» Auch in der Freizeit pflegt er die Liebe zur Politik. «Ich bin Vereinsmitglied bei Pro Spreitenbach. Dabei handelt es sich nicht um eine Partei. Es geht darum, bei regelmässigen Treffen Themen, die in der Gemeinde aktuell sind, zu analysieren und zu diskutieren.» Der Verein wolle auf diese Weise die Dorfgemeinschaft fördern. «Es geht um differenzierte Information, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann und auch Lust bekommt, sich an Wahlen und Abstimmungen in der Gemeinde zu beteiligen.» Wenn man ihm zuhört, wird klar, was Adrian Mayr mit einem Lachen selbst bestätigt: «Mir ist auf jeden Fall nie langweilig.» (gjä)

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