Totholz im lebendigen Forstrevier

Beim jährlichen Waldumgang am Samstag erläuterten Forstrevier-Mitarbeiter allerlei Wissenswertes.

Revierförster Peter Muntwyler erläuterte einer interessierten Zuhörerschar Zusammenhänge im Wald. Foto: ska
Revierförster Peter Muntwyler erläuterte einer interessierten Zuhörerschar Zusammenhänge im Wald. Foto: ska

«Wir dachten, wir machen dieses Jahr einen Winter-Waldumgang», begrüsste Revierförster Peter Muntwyler die rund 50 trotz schlechtem Wetter erschienenen Besucher mit einem Augenzwinkern. Der Hagel liess zum Glück nach, sobald sich die Gruppe, zu der auch zahlreiche Kinder gehörten, auf den Weg durch den Wald oberhalb von Killwangen und Spreitenbach machte. An mehreren Posten auf dem Weg erläuterten die Mitarbeiter des Forstreviers Heitersberg verschiedene Themen aus ihrem Arbeitsalltag im Wald. Dieser wird heute von der Bevölkerung viel intensiver als früher als Erholungsraum zum Ausgleich vom Büro-Alltag genutzt. Der Wald ist ein Freizeitort geworden, der vermehrt auch geschützt werden muss. Marcel Wegmann sprach diesbezüglich von «kostenlosen Dienstleistungen» des Waldes. Die Wirtschaftlichkeit der dadurch nötigen Waldpflege hat aufgrund der stark gesunkenen Holzpreise deutlich abgenommen und wird vom Bund mitgetragen.

«Ein Miteinander und Nebeneinander ist möglich, aber es braucht Respekt dazu», sagte Wegmann. Respekt auch für den Wald, denn man sei hier Besucher, nicht Besitzer.

Die Mitarbeiter des Forstreviers appellierten in diesem Zusammenhang an die Bevölkerung, Verbote und Absperrungen ernst zu nehmen und zu beachten. Ein Holzschlag birgt Gefahren und ein frisch gekiester Weg braucht Ruhe – Dinge, die für einen Spaziergänger vielleicht nicht ersichtlich sind. Dem Laien auch nicht immer verständlich erscheinen abgeholzte Flecken. «Jeder hat seine Vorstellung, wie der Wald auszusehen hat», so Muntwyler zum emotionalen Aspekt des Waldes. Gerade vermeintliche Kahlschlagstellen stossen Waldbesuchern oft sauer auf. Sie sind aber geplant und nötig, damit der Wald nicht überaltert und gesund bleibt.

Für die Gesundheit des Waldes braucht es auch abgestorbene Bäume, sogenanntes Totholz. Martin Bürgisser erläuterte an seinem Posten den Kreislauf eines toten Baumes von der ersten Verletzung über die Phase als Wohnquartier und Nahrungsgrundlage für Vögel und Insekten bis hin zur kompletten Vermoderung und Grundlage neuen Wachstums.

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