Spitex-Mitarbeiterin: "Helfen liegt in meiner Natur"

Zwei Frauen der Spitex Spreitenbach-Killwangen feiern Dienstjubiläen. Sie blicken zurück auf eine ganz andere Zeit.

Vereinspräsidentin Heidi Sami, Martina Studerus, Silvia Schuhmacher, Gemeinderat Marcel Lang und Vizepräsidentin Regula Holliger (v. l.) vor dem Gebäude der Spitex Spreitenbach-Killwangen.  Melanie Borter
Vereinspräsidentin Heidi Sami, Martina Studerus, Silvia Schuhmacher, Gemeinderat Marcel Lang und Vizepräsidentin Regula Holliger (v. l.) vor dem Gebäude der Spitex Spreitenbach-Killwangen. Melanie Borter

Gleich zwei Mitarbeiterinnen der Spitex Spreitenbach-Killwangen feierten am 1. März Dienstjubiläen: Martina Studerus ist seit zehn Jahren, Silvia Schuhmacher seit zwanzig Jahren für den Verein Spitex in Spreitenbach tätig. Vereinspräsidentin Heidi Sami, Vizepräsidentin Regula Holliger sowie Gemeinderat Marcel Lang gratulierten den beiden Frauen am vergangenen Montagmorgen und überreichten ihnen zum Dank je einen Blumenstrauss. 

«Ich hätte nicht gedacht, dass ich so lange hierbleibe», sagt Silvia Schuhmacher. Auf der Suche nach einer Lehrstelle kam sie vor zwanzig Jahren zur Spitex Spreitenbach-Killwangen, lernte damals Hauspflegerin. Nach entsprechender Zusatzausbildung hat die heute 42-Jährige die Leitung Haushalthilfe inne. «Vor zwanzig Jahren gab es hier noch keine Computer, heute können wir ohne nicht mehr arbeiten», antwortet sie auf die Frage, was sich denn in dieser Zeit verändert hat. «Und die Einsatzzeiten, die haben sich auch geändert. Früher waren wir bis zu fünf Stunden bei einer Klientin. Heute ist alles von den Krankenkassen definiert, wie lange man für eine bestimmte Tätigkeit benötigen darf.» 

Vor allem technische Änderungen

Auch Martina Studerus, Geschäftsführerin der Spitex Spreitenbach-Killwangen, erwähnt, wie sehr sich die Spitex in technischer Hinsicht verändert hat. Damals, als sie vor zehn Jahren als Pflegefachfrau begonnen hatte, beim Verein zu arbeiten, plante man die Einsätze noch mit einer magnetischen Planungstafel, diese hängt heute noch in den Büroräumen an der Kirchstrasse 12. «Heute geschehen die Einsatzplanung und die Pflegeplanung elektronisch und die Mitarbeitenden arbeiten mit Smartphones», sagt Studerus. Die Administration sei für die Mitarbeitenden zwar einfacher geworden, aber die Auflagen von aussen seien dafür gestiegen. Was ebenfalls gestiegen ist, ist die Anzahl der Klientinnen und Klienten. «Das hat einerseits mit dem Anstieg der Bevölkerung zu tun, aber auch mit dem demografischen Wandel», erklärt Studerus. Zum einen leben die Menschen immer länger und zum anderen kommen immer mehr Menschen der geburtenstarken Jahrgänge in die Jahre. «Hinzu kommt, dass seit der Einführung der Fallpauschalen 2012 Patienten nach einem Eingriff schneller nach Hause geschickt werden. 
Die vom Bund beschlossene Strategie ‹Ambulant vor stationär› bedeutet für die Spitex mehr Klienten», sagt Studerus. Auch sie hatte anfangs nicht damit gerechnet, dass sie so lange bei der Spitex Spreitenbach-Killwangen bleiben würde. Zu Beginn arbeitete sie parallel noch im Kantonsspital Baden. Als ihr 2012 aber die Stelle als Geschäftsführerin angeboten wurde, wechselte sie ganz zur Spitex in Spreitenbach. Sie kann sich nicht vorstellen,  irgendeinen anderen Beruf auszuüben: «Es liegt in meiner Natur, zu helfen. Meine Motivation ist es, dass die Menschen so lange wie möglich zu Hause bleiben können.» 

Und Schuhmacher, möchte sie nach zwanzig Jahren vielleicht bald die Stelle wechseln? «Nein, mir gefallen mein Job, die Organisation und der Ort. Ich pendle seit zwanzig Jahren von meinem Wohnort Siglistorf nach Spreitenbach. Das macht man nur, wenn man mit Leidenschaft dabei ist», sagt sie.  

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