Seit 40 Jahren mit Pauken und Trompeten

Die Vögel in den Gewändern zum 40-Jahr-Jubiläum.

Die Vögel in den Gewändern zum 40-Jahr-Jubiläum.

Die «Bräusi-Vögel» sind bekannt für den grossen Grind ihres Guggenmajors, hier aus dem Jahr 2007 zum Motto «Pirates of the Caribbean».

Die «Bräusi-Vögel» sind bekannt für den grossen Grind ihres Guggenmajors, hier aus dem Jahr 2007 zum Motto «Pirates of the Caribbean».

Nostalgie: Die «Bräusi-Vögel» 1973 – ein Jahr nach der Guggen-Gründung mit passendem Motto «Vögel». Fotos: zVg

Nostalgie: Die «Bräusi-Vögel» 1973 – ein Jahr nach der Guggen-Gründung mit passendem Motto «Vögel». Fotos: zVg

Ein Guggenmitglied im Jahr 1974 – Motto: «Oh du schönes Spreitenbach?».

Ein Guggenmitglied im Jahr 1974 – Motto: «Oh du schönes Spreitenbach?».

Der spezielle Grind zum Jubiläum.

Der spezielle Grind zum Jubiläum.

Die Spreitenbacher Gugge «Bräusi-Vögel» feiert dieses Jahr ihr 40-Jahr-Jubiläum und zählt damit zu einer der ältesten Guggen im Limmattal. Am 29. April 1972 wurde sie gegründet und nannte sich schon damals «Bräusi-Vögel», gemäss einem Ausspruch des Dorforiginals Röbi Egger. Dieser sass regelmässig am Stammtisch im Sternen, und wenn ihm jemand komisch kam, rief er: «Du bisch en Bräusi-Vogel», was bis zu 20- mal am Tag geschehen konnte.

Seit damals hat sich in der Gugge nichts Grundlegendes geändert. Jedes Jahr fertigen die Mitglieder mit grosser Begeisterung ihre «Huddle» (Gewänder) und «Grinde» (Masken) gemäss dem jeweiligen Motto selber an. «Der gute Zusammenhalt und die Freude an der Fasnacht sind uns nach wie vor wichtig», erklärt Tätschmeister Daniel Zutter. Man merke aber schon, dass sich das Interesse an einigen Orten gewandelt und ein bisschen abgenommen habe, sagt Zutter, der schon seit zehn Jahren bei den «Bräusi-Vögeln» dabei ist. Dieses Jahr sei aber eher die Kälte das Problem gewesen und habe die Zuschauer vom Kommen abgehalten. «Die Freude ist aber immer noch da», weiss Zutter von den Umzügen zu berichten. Was sich stark gewandelt habe, sei die Qualität der Musik: «Wir proben streng nach Noten.» Und das zweimal die Woche je zwei Stunden von Anfang Oktober bis jetzt, was gut 40 Proben ergibt. Die Musik sei also nicht mehr so chaotisch wie früher, stellt Zutter richtig: «Ich bin aber doch der Meinung, dass es noch Guggenmusik sein darf, sonst wären wir einfach ein Orchester.»

 Für die Zukunft hoffen die «Bräusi-Vögel» auf ihren eigenen Nachwuchs: 29 Kinder von Guggenmitgliedern sind schon heute bei den Umzügen mit dabei. Viele der 40 aktiven Mitglieder waren ihrerseits schon als Kinder dabei beziehungsweise haben Eltern in der Gugge – einige sind sogar Nachfahren der Gründungsmitglieder.

 Zum Jubiläum an der diesjährigen Fasnacht ist der Grind des Guggenmajors speziell gross und mit zahlreichen Spezialeffekten wie einer Nebelmaschine und beweglichen Flügeln ausgestattet. Am Güderiball haben die «Bräusi-Vögel» eine Bar mit einem VIP-Bereich geplant, zu dem nur aktive und ehemalige Guggenmitglieder Zutritt haben. «Wir haben alle Ehemaligen eingeladen, was etwa 150 Personen sind, und ein guter Drittel hat bereits zugesagt», freut sich Daniel Zutter.

 Auftritte der «Bräusi-Vögel» an der diesjährigen Fasnacht:

Donnerstag, 16. Februar: Fasnächtliche Regierungsübernahme. Vorplatz Turnhalle Boostock, 20 Uhr.

Samstag, 18. Februar: Umzug in Spreitenbach: Start beim Schulhaus Seefeld, 13.30 Uhr. Altersheim Spreitenbach, 16 Uhr. Auftritt am Güderi-Ball: Turnhalle Boostock, 0.30 Uhr.

Montag, 20. Februar, Gemeindehaus Spreitenbach, 18 Uhr. Rest. Central, 19 Uhr.

Freitag, 24. Februar: Guggeparty, Turnhalle Boostock, 19 Uhr.

Samstag, 25. Februar: Ab 17 Uhr im Shoppi Tivoli unterwegs. Uslumpete, Sternen Spreitenbach, 21 Uhr.

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