Schulgarten-Projekt geht in 2. Runde

Die Primarschüler aus Spreitenbach sind im Gartenfieber. Vier Hochbeete stehen den Sechstklässlern im Aussenbereich der Umweltarena für ihren «Schulgarten» zur Verfügung.

Dichtgedrängt stehen die Schüler der 6. Primar von Bea Timcke und Andrea Knoller um das Lehrerpult, auf dem eine kleine Pflanzschale steht. Jeder möchte etwas von der selbst gezogenen Kresse, um damit sein «Pausenbrötli» zu verfeinern. Die Klasse P6f ist im Gartenfieber – sie nimmt, zusammen mit zwei weiteren Klassen der Spreitenbacher Schule, zum zweiten Mal an der Aktion «Feuerbohne-Mondviole – das Schulgarten-Revival 2» der Umwelt Arena teil.

Vor drei Jahren initiierte Bea Timcke eigenständig ein Gartenprojekt in ihrer damaligen Klasse. «Unsere Aussaat starten wir seither stets mit Kresse», erinnert sich Timcke. Die gedeihe schliesslich problemlos und schnell. Denn: «Bis wir die Ernte der anderen Samen in den Händen halten, wissen wir ja nicht, ob es tatsächlich gelingt», stellt Andrea Knoller klar.

Dank der Kooperation mit der Umwelt Arena im 2015 kam bei ihren Schülern die Experimentierfreude mit exotischen oder alten Sorten hinzu. So standen im letzten Jahr Marienkäfermohn, Meditationsbohne und Leinflachs hoch im Kurs. Echte Entdeckungen habe die Klasse damit gemacht.

Die beiden Lehrerinnen möchten mit dem Projekt den Prozess vom Samen zur Pflanze erlebbar machen. «Es ist wichtig, zu wissen, was dazwischen passiert», betont Lehrerin Timcke. Aussaat, Beetpflege, ökologische Schädlingsbekämpfung bis hin zum möglichen Ernteausfall – die Primarschüler erleben den Kreislauf der Natur hautnah. Im Klassenchat organisieren sie eigenständig die dazugehörigen Ämtli, dokumentieren Wachstumsphasen, geben sich gegenseitig Tipps. Vier Hochbeete stehen den Sechstklässlern im Aussenbereich der Umweltarena für ihren «Schulgarten» zur Verfügung, ein jedes wird von vier bis fünf Jugendlichen betreut. «Wir schauen, was daraus entsteht und gehen das Ganze eher experimentell an», erklärt Beatrice Timcke. Als Nächstes stehe das Ausbringen der Jungpflanzen bevor, «in wenigen Tagen sollten wir das geschafft haben», bestätigt Andrea Knoller. Bis zur Ernte dauere es aber noch einige Wochen. Bis dahin soll, so Lehrerin Knoller, «das Kressebrötli in der grossen Pause die Wartezeit überbrücken».

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