Schiessen geht auch ohne Pamir

Dieses Wochenende findet in Spreitenbach das Volksschiessen mit dem Kleinkaliber-Gewehr statt, das sich dank des leisen Schusses für die ganze Familie eignet.

Der aktive Kern der Kleinkaliber-Schützen (v.l.): Kathrin Kipfer, Hans-Ruedi Kipfer und Präsident Werner Weinreich.Der Gehörschutz bleibt beim Kleinkaliberschiessen am Ständer: Der Schuss ist leiser als ein Händeklatschen.Sicherheit wird im Schiessstand von allen Beteiligten gross geschrieben.Fotos: ska

Der aktive Kern der Kleinkaliber-Schützen (v.l.): Kathrin Kipfer, Hans-Ruedi Kipfer und Präsident Werner Weinreich.Der Gehörschutz bleibt beim Kleinkaliberschiessen am Ständer: Der Schuss ist leiser als ein Händeklatschen.Sicherheit wird im Schiessstand von allen Beteiligten gross geschrieben.Fotos: ska

«Wir nehmen es zwar genau, aber wir lachen und scherzen auch viel», erklärt Werner Weinreich, der Präsident der Spreitenbacher Kleinkaliber-Schützen. Offiziell heisst der Verein «Gewehr 50-Meter», aber Kleinkaliber geht besser von der Zunge und zeigt auch gleich auf, was diesen Sport ausmacht: Die Munition ist deutlich kleiner und die abgefeuerten Schüsse daher bedeutend leiser als beispielsweise beim Sturmgewehr. Die Erwachsenen können somit problemlos ohne Gehörschutz schiessen.

Der harte Kern des Vereins, der 1985 gegründet wurde, besteht heute aus Kathrin Kipfer, Hans-Ruedi Kipfer und Werner Weinreich. Sie treffen sich jeden Donnerstag in der Gemeinschaftsschiessanlage Härdli gleich hinter dem Zweifel-Areal. «Wir sind eben angefressen», gibt Weinreich schmunzelnd zu.

Alle drei sind fasziniert vom Kleinkaliber, weil es mehr Genauigkeit vom Schützen fordert. So sind zum Beispiel die Zielscheiben enorm viel kleiner als beim Grosskaliber. Ausserdem wird das Kleinkalibergewehr nicht aufgestützt, sondern frei gehalten – geschossen wird auch hier liegend –, was von den Schützen viel Konzentration vor allem auf den eigenen Atem fordert, wie Hans-Ruedi Kipfer erklärt: «Das Kleinkaliber-Gewehr ist enorm präzise – man muss aufpassen wie verrückt und genau auf den Atem achten.» Genau das mache für sie aber die Faszination aus, wie alle drei einstimmig erklären. Ausserdem versuche man, sich während der Saison von April bis September stetig zu verbessern, um am Ende Vereinsmeister zu werden. Doch gegen Kathrin Kipfer seien sie meist chancenlos, so die beiden Männer einstimmig: «Sie ist der Profi.»

Als Kathrin Kipfer mit dem Schiessen begonnen habe, sei sie als Frau noch eine Exotin in diesem Sport gewesen, wie sie berichtet. Heute liege der Frauenanteil beim Kleinkaliber bei fast 50 Prozent, wie Werner Weinreich weiss: «Und die Frauen und Mädchen schiessen sehr gut.»

beim Volksschiessen, das dieses Jahr wieder vom 4. bis 6. September stattfindet, verblüffen ausserdem auch die Jungen und Mädchen oft ihre Mütter und Väter, weil sie bessere Resultate erzielen. Schiessen kann jeder ab etwa zehn Jahren – vorher ist das Gewehr zu gross.

Auch unter dem Jahr dürfen Interessierte ab zehn Jahren jeden Donnerstag zwischen 17 und 20 Uhr im Schiessstand vorbeikommen und den leisen Schiesssport ausprobieren. «Wir freuen uns über jeden, der Interesse zeigt», sagt Weinreich.

Volksschiessen für alle mit Auszeichnungen und Festwirtschaft: Schützenhaus Härdli, Kesselstrasse 6, Parkplätze auf dem Zweifel-Pomychips-Areal, Donnerstag, 4. September, 17–20 Uhr; Freitag, 5. September, 17–20 Uhr; Samstag,6. September, 13.30–16.30 Uhr.

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