Restaurant öffnet wieder

Rahel und Guido Gsell übergeben an Markus Mötteli und Manuela Weber (l.)zVg

Rahel und Guido Gsell übergeben an Markus Mötteli und Manuela Weber (l.)zVg

Das Restaurant Heitersberg gehört jetzt den Spreitenbacher Ortsbürgern – nun suchen sie einen Pächter.  Andrea   Zahler/12.11.2025

Das Restaurant Heitersberg gehört jetzt den Spreitenbacher Ortsbürgern – nun suchen sie einen Pächter. Andrea Zahler/12.11.2025

Für 1,65 Mio. Franken haben die Spreitenbacher Ortsbürger das Restaurant Heitersberg mit Wohnung und Nebengebäuden gekauft. So wollen sie die künftige Nutzung des Gebiets und des Restaurantbetriebs mitgestalten.

«Als Kind spazierten wir mit unseren Eltern ab und zu am Sonntagmorgen mit einer befreundeten Familie ins Restaurant Heitersberg», erinnert sich Gemeindepräsident Markus Mötteli zurück und fügt an: «Während die Erwachsenen einen Apéro nahmen, durften wir die Jukebox bedienen.» Mötteli ist nicht der Einzige, der mit dem Restaurant Heitersberg positive Erinnerungen verbindet. Bei vielen sind die hausgemachten Rauchwürste, die Familie Gsell vom eigenen Bauernbetrieb im Restaurant anbot, noch in bester Erinnerung. Das Restaurant wurde zu einem beliebten Ausflugsziel in der Region, vor zwei Jahren schloss es seine Türen.

Doch hoffentlich nicht mehr lange: Am Montag teilte die Gemeinde Spreitenbach mit, dass die Ortsbürger das Restaurant am 30. Januar samt Wohnung, Nebengebäuden und Spielplatz gekauft haben. Gesamthaft weisen die zwei Parzellen eine Fläche von 2082 m2 auf. «Die Liegenschaft ist ortsbildprägend für den Weiler Heitersberg», heisst es in den Traktanden zur Ortsbürgergemeindeversammlung im November 2025. Mit dem Erwerb wollte die Ortsbürgergemeinde deren langfristige Nutzung im Sinne des Gemeindeinteresses sichern und gestalten.

Neuer Pächter gesucht

Auch das Restaurant soll bleiben und die Türen «so bald als möglich wieder öffnen», wie Mötteli auf Anfrage sagte. Eine spezialisierte Firma bereitet zurzeit die Ausschreibung vor. Die Neuverpachtung wird durch die Ortsbürgerkommission eng begleitet. Man sucht einen Pächter, der «den Betrieb mit einem nachhaltigen, zur Umgebung passenden gastronomischen Konzept weiterführt».

Wegen eines Wasserschadens müssen Boden und Wände in einem Gastraum erneuert werden. Um den künftigen Pächter miteinzubeziehen, wird mit der Sanierung gewartet. Noch unklar ist, was mit dem Wagenschopf und der Scheune passiert und ob die Wohnung unabhängig vom Pachtvertrag vermietet wird. Bisher hatten die Pächter darin gelebt, nun steht sie leer.

Während des Mitwirkungsverfahrens der Bau- und Nutzungsrevision im 2022 wurde vorgesehen, das Gebiet in eine Wilerzone zu ändern. Eine Überlegung sei, die Gebäude als Wohnungen umzunutzen. Noch stehen sie in der Landwirtschaftszone. Ein Abriss steht für die Ortsbürger ausser Frage. «Denn wir würden in der Landwirtschaftszone keine Bewilligung für ein Wohngebäude bekommen.» Es bestehen auch Ideen, Räume für die Allgemeinheit zu schaffen. Schon vor dem Kauf bestanden Pläne für den Ausbau der Scheune zu einem Eventraum. Die Baubewilligung wurde vom Kanton aufgrund nicht zonenkonformer Nutzung abgelehnt.

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