Grossaufmarsch beim Netzwerken
170 Gewerbetreibende und Gemeindemitarbeitende trafen sich vergangene Woche zum alljährlichen Austausch.
Mit 8500 Arbeitsplätzen und 900 Firmen ist Spreitenbach nicht nur Wohn-, sondern auch Arbeitsort. «Uns ist der Kontakt zu den Betrieben sehr wichtig», sagte Gemeindepräsident Markus Mötteli (Mitte) vergangene Woche vor den 170 Vertretern solcher Firmen. Seit vielen Jahren lädt der Gemeinderat zum Industrie- und Gewerbeapéro ein, heuer folgten der Einladung so viele wie noch nie.
Unter ihnen waren etwa Stephanie Kiener und Lara Pfaff von der Limmatstadt AG. Sie tauschten sich mit Barbara Stübi und Patrick Kühne von der Torgen GmbH über Fachkräftemangel und die Anstellung von Lernenden aus. «Wir haben uns vorher nicht gekannt, der Anlass ist eine gute Möglichkeit zum Netzwerken», freute sich Kiener.
Diese Gelegenheit nutzten nicht nur die Geschäftsleute, sondern auch die Mitarbeitenden der Gemeinde Spreitenbach. Jelena Perez etwa, die seit knapp einem Jahr die Jugendarbeit leitet und viele Ideen hat, mit den Betrieben zusammenzuarbeiten. «Wir wollen mit den Jugendlichen einen Reinigungstag machen, vorhin habe ich eine Fachperson kennengelernt in Sachen Umwelt. Ich werde ihn bei der Planung sicher miteinbeziehen.» Ihr Ziel ist es, dass die Jugendlichen auch positiv auffallen.
Politik und Schwimmschule
Doris Schmid, die als Gemeinde-Vizepräsidentin vor Ort war, tauschte sich mit Senevita-Geschäftsführerin Monic Bamberger und Philipp Drack aus. Die beiden erfuhren, dass sie nicht nur als Politikerin in Spreitenbach tätig ist, sondern mit ihrer Schwimmschule dieses Jahr ihr 30-Jahr-Jubiläum feiert.
Genau dieser Austausch zwischen Gemeinde und Gewerbe sei wichtig, betonte Mötteli in seiner Rede: «Wir müssen miteinander reden.» Gleichzeitig informierte er im Stadtsaal des Kinos Pathé über anstehende Projekte wie die Inbetriebnahme des Schulhauses Althau oder des Boostockstegs. Auch der Ortsbus und die Begegnungszone, die im Neumattpark entstehen soll, waren Themen. Beides ist in Planung. Weiter bemühe sich die Gemeinde um ein besseres Image von Spreitenbach. Mötteli freue sich deshalb besonders auf positive Schlagzeilen und wies auf den Artikel «Spreitenbach ist nicht die Favela von Zürich» hin, der letztes Jahr im «Schweizer Monat» erschienen ist. «Er zeigt auf, dass in Spreitenbach das Zusammenleben mit so vielen verschiedenen Kulturen gut funktionieren kann», sagte Mötteli.














