Politapéro gibt neue Einblicke

Am Politapéro in Spreitenbach wurde die Bevölkerung über einige aktuelle Themen informiert. Die Halle war nur mässig gefüllt.

Interessiertes Publikum lauscht den Ausführungen. (Bild: rsz)
Interessiertes Publikum lauscht den Ausführungen. (Bild: rsz)

Immer noch unter Coronabedingungen fand der Politapéro am letzten Freitagabend in Spreitenbach statt, der Politteil ganz ohne Apéro, der erst danach draussen stattfand. Rund 30 Spreitenbacher und Spreitenbacherinnen hatten es an diesem Abend in die Turnhalle Boostock geschafft.

Thematisiert wurden die Neuorganisation der Schule, die Wasserversorgung und der Ortsbus, der im Rahmen der neuen Limmattalbahn zum Zuge kommen soll.

Zunächst führte Stefan Wagner ins Thema Schule ein. Wagner, der bereits in der Vergangenheit andernorts als Schulleiter zum Einsatz kam, ist Mitglied eines sechsköpfigen Teams, das die Schule in Zukunft führen wird. Er übernimmt den Fachbereich Administration und ist seit August Teil des Teams, das seit Januar die neue Führungsstruktur der Schule erarbeitet. Die Änderung in der Führung der Schule kommt, nachdem das Stimmvolk des Kantons Aargau sich entschieden hat, die Schulpflege abzuschaffen. Der Gemeinderat wird die Schule künftig strategisch und finanziell leiten. Zudem wird sie als Anstellungsbehörde fungieren. Der Gemeinderat wird dabei einzelne Aufgaben delegieren – dazu gehören rund 200 Entscheidungsprozesse. Themen wie Personaltrennungen aber bleiben beim Gemeinderat. Das dürfte Skeptikern den Wind aus den Segeln nehmen – es wurde nämlich befürchtet, dass die Schulleitungen im neuen System zu mächtig werden könnten. Die Trennung könne man sich in etwa vorstellen wie beim Modell Verwaltungsleiter in der Gemeinde.

Wasserversorgung und Ortsbus

Alex Betschard von der Finanzkommission führte ein ins Thema Wasserversorgung. Über die letzten drei Jahre habe man am Wasserversorgungsplan gearbeitet, der als Planungsinstrument für die Zukunft dienen soll. Man habe damit etwa herausgefunden, dass die Wasserversorgung in Spreitenbach bei einem Bevölkerungszuwachs auf 18000 Einwohnende nicht mehr gewährleistet wäre, bei 14500 nur knapp. Zudem müssten in Zukunft wohl bald die Grundwasserpumpwerke Mittelzelt und Willenäcker saniert werden.

Auch in der Sache Ortsbus hat sich einiges getan, wie Gemeinderat Adrian Mayr (parteilos) berichtete. So habe man sich nach Evaluation für eine Linienführung entschieden. Der Ortsbus wird für drei Jahre lang testbetrieben. Drei Jahre, weil es ein Jahr brauche, bis das Angebot angenommen würde, danach wolle man ein Jahr Erfahrungen sammeln und anschliessend ein Jahr optimieren, bevor abschliessend bewertet werde. (rsz)

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