Hier treffen Kinder ihre Bücherhelden

Die Gemeindebibliothek feiert ihr 40-Jahr-Jubiläum mit Globi und Papa Moll: Das freut vor allem die jungen Leser.

Kinderheld Papa Moll: Alle wollen ein Autogramm von der Bücherfigur.

Kinderheld Papa Moll: Alle wollen ein Autogramm von der Bücherfigur.

Globi ist besonders beliebt bei den kleinen Leseratten.

Globi ist besonders beliebt bei den kleinen Leseratten.

«Ich hab ganz viele Papa Moll Bücher zu Hause», sagt ein Junge stolz. Zusammen mit zehn anderen Kindern wartet er auf den echten Papa Moll. Zum 40-Jahr-Jubiläum der Gemeindebibliothek durften die Kinder ihre Bücherhelden Papa Moll und Globi treffen. «Das sind die beliebtesten Figuren. Diese Bücher sind fast immer vergriffen», sagt Nicole Bernauer, Bibliothekarin. Einen Nachmittag lang durften die Kinder mit den beiden Bücherfiguren Zeit verbringen.

Die Gemeindebibliothek arbeitet stark mit der Schule Spreitenbach zusammen. «Letztes Jahr waren 21 Klassen regelmässig hier», so Bernauer. Auch sonst setzt sich die Bibliothek stark für die Leseförderung von Kindern und Jugendlichen ein: Geschichtenstunden und Jugendanlässe finden regelmässig statt. «Früher war man besorgt, dass Jugendliche Erwachsenenliteratur lesen könnten. Heute ist man froh, wenn Jugendliche überhaupt noch lesen», sagt Bernauer. Deshalb sei es wichtig, Kindern die Bücherwelt vom Kindergartenalter an näher zu bringen. «Es ist wichtig, dass Lesen Spass macht», sagt Bernau. Jugendliche dürfen in der Bibliothek Bücher bewerten und vorstellen. «Das inspiriert andere Jugendliche die Bücher ebenfalls zu lesen.»

1977 wurde die Bibliothek mit 5000 Medien eröffnet. «Heute besitzen wir 15000 Medien», so Bernauer. Finanziert wird die Bibliothek hauptsächlich durch die Gemeinden Spreitenbach und Killwangen und den Ortsbürgern. So waren zum Jubiläum der Bibliothek die Gemeindepräsidenten Valentin Schmid und Werner Scherer, sowie die Ortsbürgerkommission und Gemeinderäte eingeladen. Denn auch Erwachsene finden Bücher in der Bibliothek: Das ganze Untergeschoss ist mit Erwachsenenliteratur gefüllt. Doch lehnen heute noch viele Leute Bücher aus?

«Unsere Kunden sind schon vorwiegend Jugendliche und Senioren», so Bernauer und fügt an: «Die Altersgruppe dazwischen ist vor allem an unseren eBooks interessiert.»

Für die Zukunft sollen vermehrt Workshops zum Thema Medienkompetenz für Jugendliche angeboten werden. Bernau: «Dafür brauchen wir natürlich erst noch die finanziellen Mittel.»

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