Gemeindeverwaltung zieht in ein Holzhaus

Die ersten Pläne für das neue Gemeindehaus in Spreitenbach stehen: Es soll ein Gebäude aus Holz für 17,9 Millionen entstehen.

Das Modell des neuen Gemeindehauses hat am Politapéro reges Interesse geweckt. Barbara Scherer
Das Modell des neuen Gemeindehauses hat am Politapéro reges Interesse geweckt. Barbara Scherer

Helle Räume, Kaskadentreppen und ganz aus Holz: So sieht das neue Gemeindehaus von Spreitenbach aus. Am Politapéro vergangenen Freitagabend stellte die Gemeinde das geplante Gebäude zum ersten Mal der Bevölkerung vor.

Fast 12000 Einwohner zählt die Gemeinde heute. Mit der Bevölkerung wächst auch die Verwaltung: Das jetzige Gemeindehaus ist dafür zu klein geworden. Zudem ist das Gebäude sanierungsbedürftig.

«Die Variante, das alte Gemeindehaus zu vergrössern, hat sich als zu umständlich und zu teuer erwiesen», sagt Markus Mötteli, Gemeinderat und Ressortvorsteher öffentliche Gebäude und Anlagen. Aus diesem Grund hat sich der Gemeinderat für den Bau eines neuen Gebäudes entschieden. Dieses soll neben dem Werkhof und dem Feuerwehrmagazin zu stehen kommen.

Sieger des öffentlichen Wettbewerbs

Das Projekt wurde in einem öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben. Dabei hat das luftige Holzgebäude sich gegen sechs andere Bauprojekte, aus gesamthaft 60 eingereichten Bewerbungen, behauptet. Mit dem eingeplanten grossen Vorplatz und dem luftigen Aufbau hat das Projekt die Jury überzeugt. Auch die Nutzfläche habe ein gutes Verhältnis zum Volumen des Gebäudes. Zudem kann jedes Geschoss individuell gestaltet werden: So können die Zimmergrössen nach Bedarf angepasst werden.

«Das neue Gebäude wird doppelt so viel Fläche wie das momentane Gemeindehaus haben», so Mötteli. Somit kann die neue Anlage das Verwaltungswachstum der nächsten 15 bis 20 Jahre abfangen. Entworfen hat das neue fünfstöckige Holzhaus die Fsp Architekten AG aus Spreitenbach. Unter dem Gebäude wird eine Tiefgarage entstehen. «Und für Besucher sind rund 40 Parkplätze vor dem Gebäude eingeplant», erklärt Mötteli.

Obwohl das ganze Haus aus Holz sein wird, ist es bezüglich Bränden sicherer als eine Stahlkonstruktion. Denn ein Holzhaus brennt ab, ohne einzustürzen. «Und sonst ist die Feuerwehr gleich nebenan», scherzte ein Zuhörer.

Die Kosteneinschätzung für das ganze Gebäude mit Einrichtung liegt bei 17,9 Millionen Franken. Sollte der Projektkredit bewilligt werden und alles nach Plan gehen, wird das Gebäude im Herbst 2021 bezugsbreit sein. Das jetzige Gemeindehaus soll dann zu einem Schulgebäude umfunktioniert wer- den. Denn mit der wachsenden Bevölkerungszahl wird bald auch mehr Schulraum benötigt.

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