Die Erwachsenen von morgen

Die Aufgaben der Jugendarbeit sind vielfältig. Ein Angebot ist die Sportnacht, die am Samstag zum dritten Mal stattgefunden hat.

Jugendarbeit Michaela Ott, Claudio Lucchi und Alessia Della Torre (v. l.). Foto: bär
Jugendarbeit Michaela Ott, Claudio Lucchi und Alessia Della Torre (v. l.). Foto: bär

Samstagabend, halb neun in der Turnhalle Haufländli: Diogo ist gefordert. Er muss dafür sorgen, dass die Jugendlichen ausgeglichene Fussballmannschaften bilden, obwohl sie lieber mit ihren Kollegen im Team sein wollen. Nach kurzer Diskussion haben sich die Teenager geeinigt und die ersten beiden Mannschaften treten gegeneinander an.

«Die Sportnacht ist auf Wunsch der Jugendlichen entstanden. Sie suchten eine Möglichkeit, im Winter, wenn es abends kalt und dunkel ist, gemeinsam Sport zu machen», sagt Alessia Della Torre. Seit fünfeinhalb Jahren leitet sie zusammen mit Claudio Lucchi die Jugendarbeit Spreitenbach. Bis Ende Mai werden sie von der Praktikantin Michaela Ott unterstützt. Die von einem Verein initiierte Jugendarbeit wird seit 13 Jahren von der politischen Gemeinde getragen. Finanziert wird sie durch die politische Gemeinde Spreitenbach. Die Jugendarbeiter helfen 12- bis 25-Jährigen aus Spreitenbach einerseits bei der Umsetzung von Ideen, beispielsweise dieser Sportnacht. Andererseits stehen sie ihnen von Dienstag bis Freitag im Jugendbüro am Glattlerweg 12 zur Verfügung, organisieren einen Jugendtreff und sind auch im öffentlichen Raum präsent, um die Anliegen der Jugendlichen aufzunehmen. Auch mit anderen Jugendarbeitern in der Region sind sie vernetzt. Die Koordination der Sportnacht wird beispielsweise von der Fachstelle Jugendarbeit Region Baden übernommen. Auch bei der Jobbörse für Jugendliche, «jobs4teens.ch», arbeiten die verschiedenen Stellen zusammen.

«Durch unsere Arbeit können wir den Jugendlichen Werte vermitteln und sie auf dem Weg in die Eigenständigkeit begleiten», begründet Lucchi sein Engagement. «Die Jugendlichen sind die Erwachsenen von morgen. Sie haben die Ideen und Wünsche, wir die Ressourcen, mit denen wir sie unterstützen können», ergänzt Della Torre. «Und die Arbeit macht Freude», fügt Ott an.

Um zehn Uhr setzt Diogo zum Schlusspfiff an. Die Sportnacht ist zu Ende. «Für mich war der Abend eine gute Abwechslung. Anstatt daheim herumzuhängen und einen Film zu schauen, konnte ich rausgehen und Sport machen», zieht der 16-Jährige positive Bilanz.

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