Sperrgutsammlung: Ein Beispiel der Generationenarbeit

Im Rahmen der Generationenarbeit gingen Neuenhofer Jugendliche auf Sperrmüllsammlung für Seniorinnen und Senioren.

Es war morgens um 7.30 Uhr bei etwa 0 Grad Celsius, als sich vor dem Gemeindehaus in Neuenhof letzten Samstag Lehrpersonen, Studierende, Jugendarbeitende und Jugendliche versammelten. Sie hatten alle ein gemeinsames Ziel: Zwei Schulklassen sollten 29 Haushaltungen von älteren Menschen aufsuchen, um diesen den Sperrmüll zu entsorgen. Drahtzieher war Jugendarbeiter Oliver Lamm. Mit dem Sperrgutholtag konnte er ein bereits erfolgreiches Projekt weiterführen, das durch Covid leider zu kurz gekommen ist.

Freiwillig und für Haushalte gratis

Der Sperrgutholtag ist genau das, wonach es klingt. Zwei Oberstufenklassen holen zu abgemachten Zeiten bei Senioren und Seniorinnen Sperrgut und entsorgen es für diese. Das Ganze geschieht durch die Zusammenarbeit dreier Instanzen: der Schule, der Jugendarbeit und der Gemeinde. Die Jugendarbeit führt den Anlass durch und begleitet die Jugendlichen mit weiterer Unterstützung. Die Schülerinnen und Schüler bekommen von der Schule einen «freien» Vormittag, um zu arbeiten, und finanziell getragen wird das Ganze von der Gemeinde, die die Büez zusätzlich mit einem Obolus an die Klassenkasse verdankt. «Leider konnte das Projekt in den letzten beiden Jahren nicht mehr wie gewohnt weitergeführt werden», berichtet der verantwortliche Jugendarbeiter Oliver Lamm. Es habe alles super geklappt, bestätigt die Leiterin der Jugendarbeit Nadia Bohler. Kosten für die Entsorgung fielen bei den Haushalten keine an.

Generationenarbeit sorgt für erfolgreiches Miteinander

Der Sperrgutholtag ist Bestandteil der Generationenarbeit – ein Projekt zwischen Jugendarbeit, Werkhof und Schule Neuenhof. Dieses folgt dem Ziel, die Jugendlichen und die ältere Generation zusammenzubringen. «Wir möchten damit den Jugendlichen ermöglichen, in eine andere Rolle zu wechseln. Bei ihren Arbeiten lernen sie, Verantwortung zu übernehmen», erklärt Oliver Lamm. Das Projekt beschränkt sich nicht nur auf die Sperrgutsammlung, sondern funktioniert in vielen verschiedenen Facetten. So helfen Jugendliche auch mal beim Einkauf, bei der Gartenarbeit oder bei technischen Anliegen wie dem Einstellen von Smartphones oder Computern.

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