Noch keine Kandidaten in Sicht
Ende Februar findet die Ersatzwahl für den zurückgetretenen Gemeinderat Fred Hofer (FDP) statt. Die «Limmatwelle» hat bei den Parteien nachgefragt, ob sie Kandidaten stellen.
Noch drei Monate haben die Stimmberechtigten von Neuenhof Zeit, sich als Gemeinderat oder Gemeinderätin zur Wahl zu stellen. Wahlvorschläge müssen bis zum 15. Januar um 12 Uhr eingereicht sein, damit Kandidierende in den Wahlunterlagen aufgeführt werden. Bislang sind der «Limmatwelle» keine Kandidaten bekannt.
Auf Nachfrage gaben die Ortsparteien SVP, SP und Mitte sowie die GLP Wettingen bekannt, dass sie eine Kandidatur prüfen. «Bei der GLP laufen derzeit interne Gespräche mit Interessierten für das Amt. Eine entsprechende Nomination würde an unserer Mitgliederversammlung am 27. November erfolgen», schreibt Co-Präsident Emanuel Aegerter (GLP). Ebenfalls im November tagt die Findungskommission der SVP Neuenhof. «Die SP Neuenhof prüft derzeit allfällige Kandidaturen für die anstehende Ersatzwahl», schreibt Gabriel Hassler, Präsident der neu formierten SP Neuenhof. Zudem will die SP mit den anderen Ortsparteien in Kontakt treten.
Die FDP ist die einzige Partei, die angibt, dass sie keine Kandidatur plane und nicht im Gespräch oder auf der Suche nach Kandidaten sei. Mit dem Rücktritt von Fred Hofer wäre die Partei damit nicht mehr vertreten. Sollte keine andere Partei eines ihrer Mitglieder in die Exekutive schicken, wäre Marcel Gerny das einzige Parteimitglied in der Exekutive. Gemeinderat Gordon Dinacher, Vizeammann Daniel Burger und Gemeindeammann Tobias Baumgartner sind alle parteilos. Dazu Franz Mazenauer von der SVP Neuenhof: «Das finden wir zwar nicht richtig und nicht gut, aber es bleibt uns nichts anderes übrig, als das zu akzeptieren.»
Es werden Kandidierendeim Umfeld gesucht
Ähnlich sieht es der Präsident der Mitte-Partei, Marco Hürsch. Obwohl sich die Mitte darauf eingestellt hat, in der laufenden Legislatur nicht im Gemeinderat vertreten zu sein und sich auf die Sach- statt die Personenpolitik zu konzentrieren, ist sie im Gespräch mit möglichen Kandidierenden. «Aus dem Mitgliederfundus werden wir jedoch kaum jemanden finden und sind deshalb permanent im Gespräch mit interessierten Personen aus unserem Umfeld», so Hürsch. Es gebe durchaus interessierte Personen, die jedoch meistens keine Parteimitglieder seien und das nicht werden wollten. «Das Klima ist im Moment eher parteilos.» Für die Mitte sei die Kompetenz der Person auch wichtiger als der parteiliche Hintergrund. Ein Nominationskomitee wie bei den Gesamterneuerungswahlen gibt es bei der Mitte nicht. «Die Suche nach Kandidierenden ist Aufgabe des erweiterten Vorstands», sagt Hürsch.
Keine Wahlveranstaltungen geplant
Keine der Parteien gab an, eine Wahlveranstaltung zu planen. Die Mitte führt jedoch vor den beiden Gemeindeversammlungen jeweils eine öffentliche Parteiversammlung durch. Die nächste findet am 12. November statt. Dort wird über die Geschäfte der Gemeindeversammlung informiert, allenfalls ist die Ersatzwahl ein Thema. An der Veranstaltung nehmen ebenfalls Exekutivmitglieder teil. Und auch andere Parteien begrüssen den Anlass, wie Gabriel Hassler bestätigt: «Wir schätzen es sehr, dass sich insbesondere die Mitte Neuenhof im Sinne einer konstruktiven überparteilichen Zusammenarbeit und einer aktiven Gemeindepolitik für solche Gefässe einsetzt.» (zvg)


