Gemeinderatswahl: Zweite Abstimmung

Bei den Gemeinderats­ersatzwahlen erreichte am Sonntag niemand das absolute Mehr. Überraschungen gabs trotzdem.

Marcel Gerny
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Markus Hächler

Markus Hächler

Mit 140 Stimmen erzielte Markus Hächler (parteilos) zwar das beste Resultat, schaffte den Einzug in die Exekutive aber trotzdem nicht. «Da alles sehr kurzfristig war und ich nicht offiziell gelistet war, habe ich nicht damit gerechnet, dass ich beim ersten Wahlgang das absolute Mehr erreichen werde», so Markus Hächler. Angesichts der tiefen Stimmbeteiligung sei er aber zufrieden, auch wenn er sich über die Wahl gefreut hätte.

Bis zur offiziellen Frist im Dezember wollte niemand die Nachfolge von Felix Mehmann (parteilos) antreten, der aus gesundheitlichen Gründen aus dem Gemeinderat schied. Erst im Januar meldeten Markus Hächler und Manuel Wipf (parteilos) Interesse am Amt. Nachdem Wipf von Hächlers Kandidatur erfahren hatte, zog er sich wieder zurück. Er erhielt 89 Stimmen, was ihn «angenehm überrascht» habe. Trotzdem bleibe er beim Entscheid, nicht zu kandidieren: «Mit Herrn Hächler ist ein kompetenter Kandidat im Rennen.»

Neuer Kandidat im Rennen?

Anders tönt es bei Marcel Gerny (SVP). Obwohl er weder kandidiert hatte noch im Vorfeld Interesse am Amt bekundete, erhielt er 59 Stimmen. «Als ich gestern überraschend Glückwünsche erhielt, musste ich zuerst das Wahlprotokoll der Gemeinde einsehen. Die erhaltenen Stimmen haben mich sehr gefreut», schreibt er auf Anfrage. Diese Stimmen und auch die gute Wahl als Grossrat würden ihm zeigen, «dass die Bevölkerung von Neuenhof mir ihr Vertrauen schenkt und auf mich setzt». Er werde sich nun mit Familie und Umfeld besprechen. «Ich lasse mir eine mögliche Kandidatur für den zweiten Wahlgang oder die Gesamterneuerungswahlen offen.»

Wer kandidieren will, muss sich bis zum 19. Februar anmelden. Beim zweiten Wahlgang können nur noch Personen gewählt werden, die sich innert 10 Tagen nach der ersten Abstimmung durch mindestens 10 Stimmberechtigte aus Neuenhof auf der Gemeindekanzlei angemeldet haben. Markus Hächler hat gegenüber der Limmatwelle bestätigt, dass er das tun wird. Bleibt er der einzige Kandidat, gibt es eine Nachmeldefrist von 5 Tagen. Meldet sich dann wieder niemand, wird er in stiller Wahl gewählt. Wenn sich mehrere Kandidaten melden, wird am 18. Mai nochmals an der Urne abgestimmt. Gewählt ist, wer am meisten Stimmen erhält. Um im ersten Wahlgang gewählt zu werden, hätte man hingegen das absolute Mehr von 229 Stimmen gebraucht, also eine Stimme mehr als die Hälfte aller Stimmen. Am Sonntag lag die Stimmbeteiligung lediglich bei 17,5 Prozent und damit sogar unter den 25,5 Prozent der eidgenössischen Abstimmung.

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