Energie Wettingen schliesst mit Gewinn 2023

Energie Wettingen schliesst das Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven Ergebnis von 411914 Franken ab. Der Grund dafür: die Preisentwicklung am Strommarkt.

Elektrizitätswerk Wettingen: Die Strompreise haben sich stabilisiert. Archiv/mm

Dass sich die Preisentwicklung am Strommarkt beruhigt hat, kommt der Energie Wettingen zugute. Dies führte zu einer stabileren Strombeschaffungsperiode für 2023. Nach dem Ausnahmejahr 2022 schreibt Energie Wettingen mit 411914 Franken wieder einen Gewinn.

Das Unternehmensergebnis setzt sich aus verschiedenen Spartenergebnissen zusammen: Die regulierte Sparte (Strom Netz) trägt den Hauptteil dazu bei. Die Sparte (Strom Energie) schloss mit einem leichten Minus ab. Der Grund dafür ist die 2023 um eine Woche verkürzte Abrechnungsperiode aufgrund der markant gestiegenen Strompreise für Kunden.

Wasserverbrauchspreise angepasst

Die Sparte Wasserversorgung schloss negativ ab, was aufgrund der nicht kostendeckenden Tarife absehbar war. Dies wird sich im Geschäftsjahr 2024 ändern, da die Wasserverbrauchspreise in diesem Jahr angepasst wurden, um die Wasserversorgung künftig eigenwirtschaftlich betreiben zu können.

Energielösungen

Neben den klassischen Versorgeraufgaben wird der Fokus bei der Energie Wettingen auch auf Energielösungen gerichtet. Im Bereich der Photovoltaiklösungen und dem Modell für Eigenverbrauchsgemeinschaften soll das Geschäft erweitert werden. Weiter wird in Sachen E-Mobilität das Angebot im Segment der Mehrfamilienhäuser und des Gewerbes verstärkt ausgebaut. Dazu arbeitet Energie Wettingen in Partnerschaft mit der AEW Energie AG zusammen.

Um künftig Fernwärme und Fernkälte zu nutzen, hat Energie Wettingen verschiedene gebietsspezifische Abklärungen durchgeführt. Die Gebiete in der Nähe zu Baden können effizienter durch die Regionalwerke Baden (RWB) versorgt werden. Mögliche Fernwärmkundschaft an der Unteren Landstrasse, der Schönaustrasse sowie an der Seminarstrasse/Bahnhofareal würden durch die RWB bedient. Die Konzession dazu hat die Gemeinde Wettingen erteilt. Die Abklärungen für einen Wärme-/Kälteverbund im Gebiet Wettingen Mitte/Tägerhard laufen noch.

Für 2025 können die Strompreise voraussichtlich im Bereich Energie marginal gesenkt werden. Für die Jahre 2026 und 2027 sieht die Lage besser aus, da sich die Beschaffungssituation an den Grosshandelsmärkten für diese Jahre deutlich entspannt hat. Die Energiebeschaffung erfolgt jeweils vor dem Lieferjahr (Terminmarkt). Die Energie für die Grundversorgung der Kunden wird strukturiert über einen Zeitraum von drei Jahren im Voraus eingekauft. Ein weiterer wichtiger Faktor für die Preisberechnung ist die Absatzmenge. Bei gleichbleibenden Kosten und tieferer Absatzmenge steigen die Preise. In Wettingen sind die Absatzmengen bei Strom und Wasser in den letzten Jahren stetig gesunken. Gründe dafür sind beim Strom die wachsenden Einspeisemengen aus Photovoltaik und die sinkende Anzahl an Heizgradtagen.

Einen Wechsel gab es im Verwaltungsrat: Josef Meier, der seit Beginn der neuen Gesellschaftsform 2017 dabei war und die Anfangsphase mitprägte, trat zurück. Neu ist Michèle Balthasar in den Verwaltungsrat gewählt worden. Die Juristin befasst sich mit Fragen des Datenschutzes und digitalem Energierecht. (LiWe)

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