Auf den Spuren des Eisvogels und der Wasseramsel

Wer am Sonntagmorgen mit den Vögeln aufstand, konnte einige auf einer Exkursion in Neuenhof mit Vogelkundler Ernst Weiss besser kennen lernen. Im Zentrum des Erlebnisses standen der Eisvogel und die Wasseramsel.

Der Eisvogel war einer der «Stars» der ornithologischen Exkursion. 
               zVg

Der Eisvogel war einer der «Stars» der ornithologischen Exkursion. zVg

Auf dem gegenüberliegenden Ufer der Limmat wurde ein Eisvogel gesichtet. Muriel Zweifel

Auf dem gegenüberliegenden Ufer der Limmat wurde ein Eisvogel gesichtet. Muriel Zweifel

«Ich sehe ihn, den Eisvogel!», ertönt es unter den 15 Anwesenden. Schnell richten sich die Blicke zu dem gegenüberliegenden Ufer der Limmat. Tatsächlich kann man mittels Feldstecher unterhalb der Webermühle zwischen Efeu und Gestrüpp das blaue Gefieder des Tieres erkennen. Einer der zwei «Stars» der heutigen ornithologischen Exkursion wurde somit entdeckt.

Dass es so einfach sein würde, solch ein Exemplar zu Gesicht zu bekommen, hat Ernst Weiss nicht gedacht. Auf Einladung des Natur- und Vogelschutzvereins Neuenhof nimmt der Vogelkundler diesen Sonntagmorgen Interessierte auf eine Entdeckungstour mit. Diese führt vom Wasserkraftwerk bis hin zum Schräglift Webermühle und gibt Einblick in das Verhalten verschiedener gefiederter Bewohner. Genauer unter die Lupe kommen beispielsweise Entenarten wie die Reiherente, die Tafelente oder die Kolbenente. Auch über den Vogel des Jahres, den Zwergtaucher, wird berichtet. So ist es bei diesem gang und gäbe, dass sich Männchen und Weibchen vor der Paarungszeit mit Fischen beschenken.

Der Fokus der Exkursion liegt neben dem Eisvogel auf der Wasseramsel. Im Vorbeigehen beim Wasserkraftwerk betont Weiss, dass besonders deren Jungvögel bei geöffneten Schleusen gefährdet sind. Wasserinsekten würden dann weggeschwemmt und die Kleinen fänden keine Nahrung mehr. Die Auswirkung des Menschen auf die Natur spielt weiter eine Rolle am heutigen Morgen. Viele der Anwesenden, zu denen auch Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereines gehören, sprechen sich negativ zu dem Abfall aus, der entlang der Route liegen bleibt. Kurz vor Ende der Tour sichten einige Beobachter eine Wasseramsel. Noch bevor alle darauf reagieren können, ist diese jedoch untergetaucht. Ein Grund zur Sorge ist dies jedoch nicht. Kenner berichten, die Vogelart treffe man in dem Gebiet rund um die Webermühle oft an.

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