Hitachi-Plan: Was bisher geschah

Seit die Gemeinde Wettingen eine mögliche Ansiedlung von Hitachi Energy bekannt gegeben hat, laufen die Drähte der Befürworter und Gegner heiss. Was bisher geschah im Überblick.
Bekanntgabe Hitachi-Projekt
Am 5. Januar geben Regierungsrat Dieter Egli, der Wettinger Ammann Markus Haas und Ex-Gemeindeammann Roland Kuster an einer Medienkonferenz die mögliche Ansiedlung von Hitachi Energy im Tägerhardächer bekannt. Die wirtschaftliche und regionale Bedeutung wird hervorgehoben.
Ortsbürger sagen Ja
Am 20. Januar sagen die Wettinger Ortsbürgerinnen und Ortsbürger an ihrer Versammlung Ja zum Baurechtsvertrag mit Hitachi. Ende Januar startet die öffentliche Anhörung zur Richtplananpassung im Gebiet Tägerhardächer. Mit der Anpassung sollten die planerischen Voraussetzungen für die geplante Ansiedlung geschaffen werden, schrieb der Regierungsrat. Die Anhörung dauerte bis zum 27. März
Information für Bevölkerung
Im Tägerhardsaal fanden sich Ende Januar rund 80 Interessierte ein, um mehr über das Hitachi-Projekt zu erfahren. Die Mehrheit äusserte sich positiv zum Projekt. Andere befürchteten ein höheres Verkehrsaufkommen durch die 3000 neuen Arbeitskräfte. Auch Umweltthemen kamen aufs Tapet.
Kritische Stimmen aus Würenlos
Anfang März melden sich die Parteien FDP und SVP aus Würenlos. Sie lehnen den Standort Tägerhardächer klar ab. Auch die Gemeinde Würenlos wehrt sich und spricht davon, alle rechtlichen Mittel ausschöpfen zu wollen. Auch mehrere Leserbriefschreiber aus Würenlos äussern sich kritisch. Sie kritisieren höheres Verkehrsaufkommen, fehlende Infrastruktur und Verlust von Grünflächen.
Otelfingen ist Konkurrent
Mitte März wird bekannt, dass auch die Zürcher Gemeinde Otelfingen im Rennen um die Hitachi-Standortwahl ist. Der japanische Konzern ist am Standort des ehemaligen Jelmoli-Verteilzentrums im Industriegebiet interessiert.
Meinungen der Parteien
Die Wettinger SP und die Mitte befürworten eine Ansiedlung des Technologiekonzerns. Die Mitte-Partei spricht von wichtigen Impulsen für die wirtschaftliche Entwicklung. Besonders positiv bewertet sie die Aussicht auf zusätzliche Arbeitsplätze sowie neue Stellen für Lernende. Die GLP unterstützt das Projekt, knüpft ihre Zustimmung jedoch an klare Qualitätsanforderungen wie eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr oder die Naturverträglichkeit des Projekts. Auch die FDP Wettingen steht hinter dem Projekt wie auch die EVP Wettingen-Limmattal und der Planungsverband Baden Regio. Die SVP Wettingen findet das Projekt zu einseitig (siehe Artikel auf Seite 14).
Meinungen der Nachbargemeinden
Wie die Gemeinde Würenlos spricht sich auch Neuenhof gegen das Unterfangen aus, weil die Landschaftsspange «Sulperg-Rüsler» zu schützen sei. Die Gemeinde Killwangen sagt Ja, allerdings mit klaren Vorbehalten. So müssten im Bereich Verkehr und Mobilitätskonzept klare Antworten vorliegen.
Teilrevision Nutzungsplanung
Bis am 13. Mai liegt die Teilrevision der Allgemeinen Nutzungsplanung (Anup) auf.
Regierungsrat verabschiedet Botschaft an Grossen Rat
Anfang Mai beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat, den Richtplan im Gebiet Tägerhardächer anzupassen. Die geplante Richtplananpassung schafft die planerischen Voraussetzungen für die Realisierung des Hitachi-Campus.


