Die Kantischüler gestalten ihre Umgebung

In Killwangen wird klimaangepasst gewohnt.

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Die Kanti Baden erscheint in diesem Vorschlag stark bewachsen.zVg

Die Kanti Baden erscheint in diesem Vorschlag stark bewachsen.zVg

Der Planungsverband Baden Regio hat Kantischülern in Wettingen die Raumplanung nähergebracht. Die jungen Leute brachten kreative Ideen vor.

Der frühere Präsident von Baden Regio, Roland Kuster, hatte das Experiment mit der Kantonsschule Wettingen angestossen. Das Ergebnis zu den raumplanerischen Ideen sei durchwegs erfreulich, heisst es in der Mitteilung des Verbands.

Im Herbst 2025 durften die Planungsverantwortlichen von Baden Regio während drei Lektionenblöcken im Akzentfach Geistes- und Sozialwissenschaften den Schülerinnen und Schülern einer 1. und 2. Klasse der Kantonsschule Wettingen die Raumplanung näherbringen. Es wurden Planungsinstrumente, Arbeitsmethoden und Mitwirkungsmöglichkeiten erläutert.

In Gruppen haben sich die Schüler anschliessend mit ihrer direkten Schulumgebung auseinandergesetzt, Analysen zu relevanten Themen erstellt und ihre Projektidee zum westlichen Teil der Klosterhalbinsel erarbeitet. Die Ideen umfassten neben interessanten Anliegen wie einem grossen Teleskop auf dem Dach oder einem Sprungturm in die Limmat auch sehr nachvollziehbare Veränderungen wie mehr und bessere Verbindungen zwischen einzelnen Gebäuden, beispielsweise mittels Brücken, oder auch einer Entflechtung der heutigen Nutzungen zugunsten der Kantonsschule. In den folgenden Lektionen befassten sich die Jugendlichen gemeinsam mit den Lehrpersonen mit unterschiedlichen Wohnkonzepten, den Bedürfnissen rund ums Wohnen und deren Einfluss auf die Stadtentwicklung, wobei soziale Komponenten, Erreichbarkeit, Mobilität und Umwelt- und Klimaaspekte im Zentrum standen. Anschliessend entwickelten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen Vorstellungen, wie das künftige Wohnen in unserer Region aussehen könnte.

Die Ideen wurden in einem Kurzfilm zusammengestellt und in einer Präsentation vorgestellt. Einige davon durfte der Vorstand Baden Regio bestaunen; allesamt spannende, kreative Ideen. Auffallend ist, dass in all den Arbeiten das Zusammenleben von Menschen eine wichtige Rolle spielt. Es wurden Räume geschaffen, wo sich die Bewohnenden treffen und austauschen können.

Anwendung an konkretem Beispiel

«Die praxisnahe Sichtweise und das fundierte Know-how der Referierenden von Baden Regio eröffneten den Schülerinnen und Schülern wie auch den Lehrpersonen wertvolle neue Perspektiven», erklärt Oliver Schneider, Gymnasiallehrer Kantonsschule Wettingen. «Durch das lebendige Zusammenspiel von theoretischen Grundlagen und deren unmittelbarer Anwendung an einem konkreten Beispiel wurde das Thema Raumplanung greifbar und anschaulich vermittelt. Dies weckte Neugier, förderte das vernetzte Denken und ermutigte die Lernenden, über gewohnte Grenzen hinauszublicken.»

Auch für Baden Regio war die Zusammenarbeit spannend. So stellt Planungsleiterin Fiona Mera, Suter von Känel Wild AG, fest: «Es hat uns gefreut, den Schülern und Schülerinnen einen Einblick in das Themenfeld der Raumplanung zu geben. Es war interessant zu sehen, welche Überlegungen sie sich zu ihrem direkten Schulumfeld und zu künftigen Wohnformen machen und welche Themenbereiche der Raumplanung ihnen besonders wichtig erscheinen.» (zVg/LiWe)

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