250 Sportstätten unter der Lupe

Für die Planung und Realisierung neuer Sportanlagen prüft Baden Regio eine stärkere Zusammenarbeit unter den Gemeinden.

Sportplatz Bernau Wettingen Hier wird Landhockey gespielt.Archiv/Walter Schwager

In den 23 Gemeinden des Planungsverbandes Baden Regio gibt es rund 250 Sportstätten. Dies ergab eine 2023 erfolgte Bestandesaufnahme des Planungsbüros Suter von Känel Wild, Zürich. Ergänzt wird dieses beachtliche Angebot durch verschiedene private Anbieter von Tennisplätzen, Fitnesscentern und vielem mehr. Trotz dieser enormen Vielfältigkeit besteht aufgrund der sehr hohen Nachfrage der Wunsch zur Ergänzung von Anlagen, wie dem Bau von Turn- und Sporthallen, Leichtathletikanlagen, Rasen- und Kunstrasenfeldern.

Die Umfrage ergab auch, dass es einzelne Anlagen gibt, die durchaus besser ausgelastet werden könnten. Mancherorts fehlt es aber an der Koordination sowohl innerhalb der Gemeinde als auch über die Gemeindegrenzen hinweg. Markus Schneider, Vizepräsident Baden Regio: «All die Anlagen, welche die Stadt und die Gemeinden betreiben, sind zu teuer, um sie nicht voll auszulasten. Bestehendes ist besser zu nutzen, bevor Neues gebaut wird.» Es braucht in der Region aber auch Sportstätten, welche für Wettkämpfe geeignet sind und den entsprechenden Normen entsprechen.

Koordination der Sportplätze

Baden Regio bewegt sich im Sinne der Zielsetzungen des kantonalen Sportgesetzes, worüber bis zum 22. Mai die öffentliche Anhörung stattfindet. Die Gesetzesgrundlage will die Koordination der Sportinfrastrukturen sowohl zwischen Kanton und Gemeinden als auch unter den Gemeinden verstärken. Damit soll eine verbesserte, kosteneffizientere und langfristig ausgerichtete Versorgung der Bevölkerung mit Sportanlagen erreicht werden. Mit kommunalen und regionalen Sportanlagenkonzepten soll auf das Bevölkerungswachstum, den Siedlungsdruck und die Bodenknappheit reagiert werden. Sportkoordinatorinnen und Sportkoordinatoren arrangieren die Anliegen der öffentlichen Hand, der Schulen, der Vereine und der Privaten. Schweizweit haben die Gemeinden bereits mehr als 150 lokale Bewegungs- und Sportnetze geschaffen.

Bestehendes wird überprüft

Baden Regio prüft nun, welche Strategie in der Zusammenarbeit bei der Planung und Realisierung von neuen Sportstätten geeignet ist. Betrachtet werden dabei auch die Nutzung der bestehenden Anlagen sowie Synergien.

Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Markus Schneider setzt sich intensiv damit auseinander und wird von der Arbeitsgemeinschaft Kontexplan AG und Strupler Sport Consulting SSC unterstützt, welche die fachliche Erarbeitung innehat und auf grosse Erfahrung zurückgreifen kann. Roland Kuster, Präsident Baden Regio, sagt: «Eine gemeinsame Strategie ist erforderlich, um bei der Sanierung oder einem Neubau von Sportbauten von regionaler Bedeutung eine möglichst zweckmässige, auf die Bedürfnisse abgestimmte und langfristige Nutzung zu ermöglichen und eine angemessene finanzielle Unterstützung zu erhalten.»(zVg)

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