Trotz Notbudget: Das Skilager findet statt

Weil Killwangen ein Notbudget führt, kann die Gemeinde das Skilager nicht mitfinanzieren. Für Kinder und Eltern hat es keine Auswirkungen.

«Das Skilager wird trotzdem wie geplant durchgeführt und die Eltern bezahlen wie vorgesehen einen Beitrag von 320 Franken», sagt der Killwangener Schulleiter Urs Bolliger. Dies, obwohl der im Budget 2020 vorgesehene Gemeindebeitrag von 12450 Franken «zum aktuellen Zeitpunkt» nicht geleistet werden kann, wie der Gemeinderat in seinen Nachrichten vermeldet. Darin bestätigt der Gemeinderat das Zustandekommen der Referenden gegen das «Budget 2020» und die «Anpassung Leistungspensum Abteilung Finanzen». Als Folge wird die Gemeinde bis zur Abstimmung über das überarbeitete Budget mit einem Notbudget geführt. Davon betroffen ist eben auch das diesjährige Skilager.

Thomas Telle, Hauptleiter des Skilagers, hat diverse Telefonanrufe aus der Bevölkerung erhalten: «Mehrere Einwohner haben angeboten, den Fehlbetrag im Notfall vorzufinanzieren. Diese Solidarität ist schön.»

Das Skilager hat in Killwangen eine Tradition von mehreren Jahrzehnten. Dieses Jahr haben sich 42 3.- bis 9.-Klässler für die Ferienwoche in den Flumserbergen während der ersten Schulferienwoche angemeldet.

Finanziert wird das Lager durch Beiträge der Eltern, von Jugend und Sport (J+S) und der Gemeinde. «Der Betrag ist bei der Bevölkerung nicht umstritten, deshalb gehen wir davon aus, dass er nicht aus dem Budget 2020 gestrichen und nachträglich auch überwiesen wird», so Telle. Aus diesem Grund wird das Skilager wie geplant durchgeführt. Die Eltern wurden informiert. «Der ausstehende Betrag wird vorfinanziert», sagt Telle. Er hilft seit 13 Jahren im Skilager mit. Die Motivation für sein ehrenamtliches Engagement im Skilager wie auch als Jugi-Hauptleiter sind die Kinder: «Sie finden das Skilager cool.»

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