Naherholung und Dorfcharakter bleiben in Killwangen bestehen

Der Gemeinderat von Killwangen lud am Dienstagabend die Bevölkerung zur Polit-Info in den Werkhofsaal. Diskutiert wurde unter anderem über die Zonenplanrevision und den Neubau des Doppelkindergartens.

Die beiden Referenten Claudia Schwarzmaier und Reto Candidas. Foto: cfr
Die beiden Referenten Claudia Schwarzmaier und Reto Candidas. Foto: cfr

«Killwangen soll als massvoll wachsende Gemeinde ihren dörflichen Charakter erhalten. Das von der Topografie geprägte Siedlungsbild (Hänge, Plateau, Limmat) wird unter Berücksichtigung qualitativer Aspekte weiterentwickelt.» Dies ist einer der Grundsätze, wie sie im Ortsplanungsleitbild verankert sind. Daran wolle und werde man festhalten, unterstrich Claudia Schwarzmaier, Projektleiterin und Raumplanerin bei Minikus und Partner, in ihrem Referat die Absichten des Gemeinderates.

Zur Polit-Info am Dienstagabend hatte der Gemeinderat Killwangen die Bevölkerung in den Werkhofsaal geladen. Der Einladung wurde kräftig Folge geleistet, trotz des endlich schönen Sommerwetters. Die Raumplanerin betonte zudem, dass nicht auf Kosten der Qualität eine Verdichtung angestrebt werde. Auch die Naherholungsräume sollen erhalten bleiben, sie sollen von der neuen Nutzungsplanung nicht tangiert werden. Wohnraum würde jedoch benötigt, rechnet man doch mit 2300 Einwohnern bis 2030. Reto Candinas, Kreisplaner Abteilung Raumentwicklung des Kantons Aarau, lobte die Arbeit des Gemeinderats in Sachen geplanter Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland und sagte, man solle diesem Plan schnell zustimmen, denn ansonsten sei der Zug für längere Zeit abgefahren. Was nicht rechtzeitig beim Kanton platziert werde, komme automatisch in die Warteschlaufe. Diese «Hektik» gab denn im Anschluss in der Diskussionsrunde schon ein wenig zu reden. Genau- so wie die Mehrwertabschöpfung, die dem einen und anderen Killwanger immer noch sauer aufstösst.

Für weniger heisse Diskussionen sorgte der Neubau des Doppelkindergartens. Dass Bedarf dafür bestehe, schien unbestritten. Und nachdem die Kosten optimiert wurden, sorgte dieses Traktandum, das vom Architekten William Steinmann präsentiert wurde, für keine grossen Wortmeldungen. Die Zonenplanrevision liegt vom 17. Juni bis 16. Juli 2013 öffentlich auf.

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