Sicherheit im Alter

Nebst Einbruch- und Diebstahlsdelikten sind es der «Enkeltrick» und die modernen Heiratsschwindler, welche die Polizei beschäftigen.

Über 100 Seniorinnen und Senioren sind der Einladung von Christine Gisler gefolgt.  zVg
Über 100 Seniorinnen und Senioren sind der Einladung von Christine Gisler gefolgt. zVg

In Killwangen wurden Seniorinnen und Senioren an einem Vortrag über Sicherheit im Alter informiert. Mit Wachtmeister Marco Dössegger konnte ein Experte dieses Themas engagiert werden. Die Sicherheit sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum sei nicht nur ein Anliegen der Polizei, sondern eine wichtige Aufgabe aller. Gemeinsam Verantwortung übernehmen, das wollen wohl auch die Killwangener. Denn über 100 Senioren sind der Einladung von Christine Gisler gefolgt. Dössegger zeigte schliesslich auf, welchen Formen von Kriminalität Senioren im Netz ausgesetzt sind. Oft würde dabei gezielt auf die Hilfsbereitschaft und Gutgläubigkeit gesetzt, nicht selten die Unsicherheit von Personen ausgenutzt.

Enkeltrick: Ein Klassiker und noch immer erfolgreich

Seit Jahren informieren die Behörde über den Enkeltrick. Trotzdem ist dieser noch immer eine sehr beliebte und erfolgreiche Masche. Sogar eine Zunahme ist zu verzeichnen. Oft geben sich die Betrüger als Familienmitglied, alter Freund oder Polizist aus mit dem Vorwand, dass sich Enkel oder Bekannte in Schwierigkeiten befänden. Sie erbitten dann Geld und wollen es bei den Senioren gleich abholen. Dössegger rief dazu auf, misstrauisch zu sein und bei Verdacht unbedingt die Polizei unter der Nummer 117 zu kontaktieren. Das Gleiche gelte auch bei Haustürgeschäften und Geldsammlungen. Er ermunterte die Anwesenden, Zahlungen bargeldlos abzuwickeln und diesbezüglich auch die Dienstleistungen von Banken und Post in Anspruch zu nehmen. Zum Schluss stellte er mit Blick auf die Statistik fest, dass die Einbruchszahlen in Killwangen erfreulicherweise im tiefen einstelligen Bereich liegen.

Romance Scam ein zunehmendes Problem

«Romance Scam» oder «Liebesbetrug» ist eine Betrugsmasche, die durch das Internet immer beliebter wurde. Das Internet ist voll von vermeintlichen «Traummännern und -frauen». Auch für Senioren nimmt diese Gefahr zu. Denn wer möchte seinen Lebensabend schon alleine verbringen? Dabei sind Betrüger oder Betrügerinnen mit gefälschten Profilen unterwegs und kontaktieren ihre Opfer auf einer Internet-Plattform.

Oft sind es dann unterschiedliche Gründe wie ein erlittener Unfall, fehlende kostenpflichtige Dokumente oder auch Reisekosten, welche zu Geldüberweisungen führen. «Während sich Frauen von Männern in Uniformen oder weissen Kitteln beeindrucken lassen, ist es bei Männern die Jugend und Schönheit der Frauen», so Dössegger. Er berichtete von Fällen, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht stattfanden, aber zu erklecklichen Geldüberweisungen seitens der Opfer geführt hätten. (LiWe)

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