Nach Sanierung startet die Saison

Die Sanierung des Gartenbads ist abgeschlossen. Zwei der drei Becken sind nun aus Chromstahl.

Wasserfilter im Technikraum. bär

«Das wird unsere beste Saison», prognostiziert Urs Kamberger lachend, als er am Montag den Medien das neue Schwimmerbecken aus Chromstahl zeigt. Auch wenn insbesondere das Wetter über die Anzahl Eintritte entscheidet, so besteht dieses Jahr trotzdem grosses Potenzial: Das Fest, mit dem das Tägi im Juni seinen 50. Geburtstag feiert, dürfte ein grosses Publikum anziehen.

Zwar ist das Gartenbad nur ein Teil des Sport- und Freizeitzentrums, trotzdem kommt es gelegen, dass die Sanierung kurz vorher abgeschlossen ist. Für 9,5 Millionen Franken wurde seit September 2022 ins Aussenbad investiert. Nachdem zuerst der Beton im Nicht-Schwimmer-Becken komplett mit Edelstahl ausgestattet wurde, folgte nun das Schwimmerbecken. Eine Herausforderung dabei war die Einhaltung der Längenmasse: Diese veränderten sich mit dem Einbau der Chromstahlwannen, sodass die Stirnseite des Beckens ab- und wieder angebaut werden musste. Nun erfüllt man die Wettkampfanforderungen wieder.

«Der Edelstahl hat eine Lebensdauer von 50 bis 60 Jahren», begründet Projektleiter Bruno Sieber von der Beck-Schwimmbadbau AG die Materialwahl. Folien müssten alle 10 bis 15 Jahre ersetzt werden. Zudem sei der Reinigungs- und somit der Personalaufwand bei Chromstahlbecken geringer und es müsse weniger Chemie eingesetzt werden. Weil aus technischen Gründen noch kein Bedarf bestand, hat man das Becken mit dem Springturm nicht ersetzt, sondern lediglich neu gestrichen.

Der restliche Rollrasen wird noch verlegt

«Nun warten wir nur noch auf den Rollrasen, damit auch die letzten braunen Flecken verschwinden», sagte Kamberger. Zusätzlich zu den sichtbaren Neuerungen, wie beispielsweise Badmeisterhäuschen, Dusche und Toiletten bei der Minigolfanlage, Sprudelliegen und Strömungskanal im Nicht-Schwimmer-Becken und Neuerungen im Familienbad, wurde in die Technik investiert. Unter anderem wurden Kanalisationsleitungen ersetzt und neue Technikräume errichtet. Ein automatisches Chlor- und PH-Gehalt-Messgerät warnt beispielsweise, wenn der Maximalwert überschritten wird. Das Wasser wird über Bodenkanäle zugeführt und läuft über die Rinne wieder ab. «Aus Hygienegründen werden pro Badegast 30 Liter Frischwasser zugefügt», sagt Reto Schürch, Leiter Freizeit und Sport.

Eintrittspreise bleiben

«Wir werden trotzdem keinen höheren Eintrittspreis verlangen», sagt Kamberger. Eine solche Erhöhung gab es im Vorjahr. «Finanziell sind wir im Tägi gut unterwegs, sodass die Gemeinderechnung etwas entlastet wird», so Gemeindeammann Roland Kuster. Auch bei den Sanierungsarbeiten sei das Kostendach eingehalten worden. Er sei stolz aufs Tägi: «Es soll ein Ort der Begegnung für die Bevölkerung, für Jung und Alt sein.»

Jubiläumsfest vom 7. bis 9. Juni, Infos unter www.taegi.ch.

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