Eine Chance für Lacrosse-Verein

Lacrosse wird 2028 erstmals an den Olympischen Spielen vertreten sein. Das gibt der in der Schweiz wenig bekannten Sportart Aufschwung. Wie das Wettingen Wild Lacrosse nutzen will, erzählt Vorstandsmitglied Rhonda Klötzli.

Die «Wettingen Wild Lacrosse»-Damen am internationalen Turnier in Barcelona.zVg/KGC – Shutterlax

2025 ist ein besonderes Jahr für die Ballsportart Lacrosse. Sie ist neu olympisch und wird 2028 an den Olympischen Sommerspielen im amerikanischen Los Angeles erstmals auf dem Programm stehen. «Das freut uns mega, weil es uns mehr Aufmerksamkeit und mehr Anerkennung gibt. Bisher ist unsere Sportart leider erst wenigen ein Begriff. Das wird sich ändern, wenn sie auch im Fernsehen gezeigt wird», sagt Rhonda Klötzli. Sie ist Vorstandsmitglied und technische Leiterin der Damenteams bei Wettingen Wild Lacrosse. Der 2007 gegründete Verein zählt rund 45 aktive Spielerinnen und Spieler und ist schweizweit erfolgreich unterwegs.

In die neu gebildeten Schweizer Nationalteams haben es daher auch Athletinnen und Athleten des Wettinger Vereins geschafft. «Das Frauennationalteam besteht aus einem Drittel unserer Spielerinnen», sagt Rhonda Klötzli stolz. Vergangene Woche hatte es bereits seinen ersten internationalen Auftritt an der Sixes-Europameisterschaft in der Algarve in Portugal. Die zwei besten Teams qualifizierten sich für die World Games im chinesischen Chengdu im Sommer. Die Schweizerinnen mussten Irland und Tschechien den Vortritt lassen. Sie schafften es auf den 7. Rang. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Spielform Sixes noch relativ neu für die Schweizer Spielerinnen ist.

«Unser Verein und auch andere Schweizer Clubs sind es gewohnt, die traditionelle Version Feld-Lacrosse zu spielen. Olympisch ist jedoch die Variante Sixes», erklärt Klötzli. Das sei eine Herausforderung und Umstellung. Denn: «Man spielt zwar auch im Freien, jedoch nur mit sechs Spielenden auf jeder Seite statt mit zehn. Das Feld ist kleiner, es gibt eine kürzere Spielzeit und das Spiel ist tendenziell schneller.»

Hinzukomme, dass die Zahl auf dem Feld nicht mit der Anzahl Spielerinnen des Vereins aufgeht. «Wir können zu wenig Damenteams bilden, um mit einem separaten Ligabetrieb zu starten. Daher spielen wir in gemischten Teams mit den Damen der anderen Vereine in der Schweiz», so Klötzli. Dieses Problem soll aber bald der Vergangenheit angehören. Wettingen Wild Lacrosse geht in die Offensive und sucht neue Mitglieder und vor allem auch Nachwuchs. «Um Kinder aus der Region für Lacrosse zu begeistern, waren wir am Open Sunday in Wettingen Anfang März dabei», sagt Klötzli. Am Sonntag, 16. März, präsentiert sich der Verein von 13.30 bis 16.30 Uhr in der Turnhalle Haufländi in Spreitenbach.

«Das Ziel ist, den Kindern zu ermöglichen, mal den Schläger in der Hand zu halten», sagt Klötzli. Vielleicht kriege so jemand Lust, in ihrem Junioren-Team zu spielen. Der Verein will den Nachwuchsbereich stärken, auch in anderen Vereinen. «Damit die Schweiz künftig eine gute Auswahl an Athletinnen und Athleten für Grossanlässe hat.»

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