Gemeindammann Roland Kuster: «Nach interner Beurteilung wurde korrekt gehandelt»

Die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal geriet vergangene Woche in die Schlagzeilen. Die Gemeindeammänner im Vertragsgebiet der Repol stellen sich hinter die Blaulichtorganisation.

Vorwürfe<em> gegen die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal. Archiv/bär</em>
Vorwürfe<em> gegen die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal. Archiv/bär</em>

Vergangene Woche erschienen im «Badener Tagblatt» mehrere Artikel zur Regionalpolizei (Repol) Wettingen-Limmattal. Darin werden ehemalige Korpsangehörige zitiert, die der Führung fragwürdige Personalentscheide vorwerfen und von gefälschten Polizeirapporten, unlauteren Arbeitsmethoden und vielen Personalabgängen berichten.

Am Freitag hat die Gemeinde Wettingen mit einer Medienmitteilung reagiert. Das Communiqué sei von allen Gemeindeammännern im Vertragsgebiet der Repol Wettingen-Limmattal abgesegnet, sagt der Wettinger Gemeindeschreiber Urs Blickenstorfer. In der Mitteilung wird zwar nicht zu den einzelnen Vorwürfen Stellung genommen, aber ein klares Bekenntnis zur Repol gemacht: «Gemeindeammänner stehen hinter der Regionalpolizei Wettingen-Limmattal», lautet der Titel der Pressemitteilung. Weiter heisst es: «Die Gemeindeammänner im Vertragsgebiet der Regionalpolizei Wettingen-Limmattal loben die vorbildlichen Dienstleistungen der Mitarbeitenden des gemeinsamen Polizeikorps.» Der Führung sowie den Gruppenleitungen wird ein gutes Zeugnis ausgestellt und: «Die Kader werden in Führungsfragen ständig weitergebildet.»

Nicht nach aussen kommunizieren wollen die Gemeindeammänner aus Schutz der Persönlichkeit hingegen interne Personalangelegenheiten. «Insbesondere laufende Verfahren in Personalsachen sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt», heisst es weiter.

Der Wettinger Gemeindeammann und Vorsteher der Repol, Roland Kuster, hat auf Nachfrage der Limmatwelle Stellung zur Frage der Personalfluktuation genommen. Er bestätigt, dass es in den vergangenen fünf Jahren im mittlerweile 38-köpfigen Korps zu 22 Abgängen gekommen ist. «Jedes Jahr sind vier bis fünf Mitarbeiter gegangen, das entspricht knapp zehn Prozent und liegt im normalen Rahmen», sagt Kuster. Insbesondere wenn man bedenke, dass sich die Repol Spreitenbach und Wettingen in dieser Zeit zusammengeschlossen haben. «Nach Fusionen gibt es immer Mitarbeiter, die nicht mehr zufrieden sind», sagt Kuster.

Auch die Zahl der Fälle, bei denen die Gemeinde Wettingen wegen Kündigungen vor Gericht gehen musste, stellt er in Relation: «In den fünf Jahren sind es zwei Fälle. Und auch nur, weil es zu einer Praxisänderung kam und das formelle Anhörungsrecht geändert wurde.» Die Verfahrenskosten sind in der Rechnung aufgeführt und somit öffentlich einsehbar.

Die Vorwürfe der Durchsuchung ohne Befugnis und Erstellung eines falschen Polizeirapports seien haltlos, so Kuster. Deshalb will er nicht im Detail darauf eingehen und sagt nur: «Nach interner Beurteilung wurde korrekt gehandelt.»

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