Vom Lehrer zum Maler

Seit seiner Pensionierung widmet sich der ehemalige Schulleiter Hannes Schwarz intensiv dem ­Malen. Von Mitte Mai bis Juli sind seine Werke im Gemeindehaus Spreitenbach ausgestellt.

Hannes Schwarz war 36 Jahre lang an der Spreitenbacher Schule tätig. zVg

Hannes Schwarz war 36 Jahre lang an der Spreitenbacher Schule tätig. zVg

St-Brais im Kanton Jura, gemalt von Hannes Schwarz. zVg

St-Brais im Kanton Jura, gemalt von Hannes Schwarz. zVg

Wenn am Freitag in der Gemeindegalerie im Gemeindehaus Vernissage gefeiert wird, dürfte einigen Spreitenbachern ein Künstlername besonders bekannt vorkommen: Hannes Schwarz. Er war 36 Jahre lang an der Schule Spreitenbach tätig, 17 Jahre lang als Sekundarlehrer und 19 Jahre lang als Schulleiter. Seit seiner Pensionierung im 2022 lebt er nebst dem Chorgesang seine grosse Leidenschaft für die Aquarellmalerei aus. «Ich fing wieder an, mich an die Technik heranzutasten und gleichzeitig einen für mich passenden Stil zu finden. Seither habe ich über 80 Bilder gemalt und davon rund die Hälfte verkauft, so Hannes Schwarz.

Spreitenbach ist nicht seine erste Ausstellung. Im Herbst 2024 stellte er in Saignelégier und diese Woche in Le Noirmont aus. «Diese stiess auf grosses Echo und seither habe ich immer wieder Anfragen für Aufträge.» Die gesammelten Werke hat er als Bildband «Paysages des Franches Montagnes» herausgegeben. Die Motive seiner Bilder sind meistens Landschaften aus den Freibergen im Kanton Jura. Das ist kein Zufall, es ist neben Spreitenbach sein zweiter Wohnsitz.

«Beeinflusst von den renommierten lokalen Künstlern Voisard und Schnyder, setzt er die Aquarellfarben mehrheitlich dicht und wenig wolkig ein, mit grosser Detailtreue und perspektivischer Darstellung», schreibt Salvatore Mainardi auf der Einladung der von ihm organisierten Ausstellung.

Freiheit statt Personalsuche

«Ich geniesse die grosse Freiheit und die Entlastung von der beruflichen Verantwortung», antwortet Schwarz auf die Frage, wie es ihm als Pensionär gehe. Mit Malen und Chorgesang, er singt in mehreren Formationen mit, sei er mehr als genügend ausgelastet. Daneben mache er gerne E-Bike-Touren und geniesse die Ruhe und Weite der Freiberge.

Anstatt der Berufstätigkeit nachzutrauern, habe er sich bewusst auf Neues, bisher Vernachlässigtes eingelassen. Die täglichen Kontakte mit Mitarbeitenden würden ihm zwar fehlen, nicht so hingegen die täglichen Herausforderungen des Schulbetriebs und die Nöte der Personalrekrutierung. «Ich hatte als Schulleiter stets Freude, künstlerische Aktionen, kulturelle Anlässe und Unternehmungen für die Schule zu organisieren oder zu unterstützen.» Heute engagiere er sich vermehrt für Kulturvereine, Chöre und Konzertveranstaltungen und erhalte herzliche Wertschätzung dafür.

Bilder und Skulpturen ausgestellt

Neben den Aquarellbildern von Hannes Schwarz sind Skulpturen von Heidi Freiermuth ausgestellt. Die Badenerin hat vor fünf Jahren angefangen zu töpfern und formt am liebsten Gesichter. «Ich liebe es, mit dem Material zu arbeiten», so Freiermuth, die mit ihren Skulpturen Freude in den Alltag bringen will. Die Bilder von Heinz Alois Schmid haben einen starken Bezug zur Natur, er malt Tier- und Pflanzenmotive. Nicht nur aus der Schweiz, sondern aus verschiedenen Kontinenten.

Vernissage mit Ansprache, Apéro und musikalischer Umrahmung am Freitag, 16. Mai, 19–21 Uhr. Die Ausstellung kann bis am 18. Juli zu den Öffnungszeiten des Gemeindehauses an der Bahnhofstrasse 2 besucht werden: Mo: 8.30–11.30/13.30–18.30; Di–Do: 8.30– 11.30/13.30–16 Uhr; Fr: 8.30–15 Uhr.

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