Spannende Themen, heisse Diskussion

Am Spreitenbacher Politapéro im Zentrumsschopf wurde informiert und rege diskutiert. Themen waren der Finanzplan, das «Projet - Urbain» und das Schulhaus Hasel.

Am Politapéro gab es viel zu diskutieren. Foto: cfr
Am Politapéro gab es viel zu diskutieren. Foto: cfr

Stefan Nipp, Vizepräsident und Ressortchef Finanzen, stellte am Politapéro am Dienstagabend im Zentrumsschopf den Finanzplan 2015–2022 vor. «Bis 2022 rechnen wir mit einer Investitionssphase von rund 65 Mio. Franken», sagt Nipp. Davon schlagen knapp 34 Mio. Franken für Bauprojekte zu Buche, 1,5 Mio. Franken für Strassenprojekte und 30 Mio. Franken für weitere Projekte. In den 34 Mio. Franken ist das Schulhaus Hasel mit 27,5 Mio. Franken enthalten. Bis 2022 wird mit einer Bevölkerungszunahme von 30 Prozent auf gut 14200 Personen gerechnet. Wegen der hohen Ausgaben plane man ab 2016 einen Steuerfuss von 108 Prozent, der ab 2022 auf 106 Prozent sinken könnte. Dieser Satz sei abhängig davon, welche Steuerkraft die Neuzuzüger hätten und ob Einnahmen von zahlungskräftigen Firmen gewonnen werden können. «Wenn hingegen der Lastenausgleich kommt, der im Moment in der Vernehmlassung ist, dann braucht es die 108 Prozent nicht», betont Nipp. Dieses Thema warf sogleich Fragen auf wie etwa «Wären nicht Einsparungen möglich, anstatt den Steuerfuss zu erhöhen?» Oder aber «Ist das alles nötig, was da geplant ist?» Gemeindepräsident Valentin Schmid beschwichtigte: «Wir halten die Kosten tief, fahren schlank. Und wenn die Investitionen erledigt sind, wird der Steuersatz wieder gesenkt.» Eine weitere Anregung aus dem Publikum war, attraktiven Wohnraum zu schaffen, um steuerkräftige Einwohner anzulocken. Mit einem Film der Schule Spreitenbach «Visionen schaffen – Spreitenbach, Wohn- und Lebensraum», wurde dieses Thema ebenfalls aufgegriffen.

Nicht minder zu diskutieren gab das zweite Traktandum – das Projet Urbain «Langäcker bewegt!». Jasper Haubensak, Leiter Quartierentwicklung, zog Bilanz. Ziel des 2008 ins Leben gerufenen Projet Urbain sei es, die Lebensqualität in den Quartieren zu erhalten. Eine erste Umsetzung – die CaféBar als sozialer Treffpunkt – sei erfolgreich realisiert worden. Auch das Quartierbüro und sein Angebot haben sich bewährt. Zudem würden unter Beteiligung der Bevölkerung Konzepte für den «Langsamverkehr» und «Freiraum» geschaffen. «Ein Instrumentarium für die qualitätsvolle Entwicklung des Aussenraumes und des Fuss- und Veloverkehrs im Quartier Langäcker», sagt Haubensak. «2015 ist zudem der reguläre Abschluss vom Projet Urbain, für alle beteiligten Gemeinden.» Mit diesem Abschluss seien nun die planerischen Grundlagen geschaffen. Die Umsetzung der Massnahmen erfolge durch die Gemeinde, sagt er. Um die Massnahmen realisieren zu können, braucht es eine Personalaufstockung. 60% für Quartierentwicklung im Stellenetat der Bauverwaltung und 60% für die Stelle Begegnungszentrum Spreitenbach im Stellenetat der Sozialen Dienste. «Sieben Jahre Projet Urbain und ausser dem Café wurde nichts umgesetzt», war aus dem Publikum zu vernehmen. Im Hintergrund sei einiges am Laufen. Aber solche Projekte bräuchten einfach Zeit, beantwortete Valentin Schmid die Frage. Bettina Stade, Schulleitern des Schulhauses Hasel, demonstrierte anhand von Fotos den Bauverlauf, der bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein sollte. Inmitten des Baulärms den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten, sei für alle Beteiligten nicht immer einfach gewesen, betonte sie. In den Ferien wird das Mobiliar vom alten Schulhaus in den Neubau gezügelt, sodass anschliessend mit der Sanierung des Altbaus begonnen werden kann. Am Schlussder Veranstaltung hielt Valentin Schmid fest, dass das Zusammenschlussprojekt Killwangen/Spreitenbach erst im Dezember zur Abstimmung gelange.

 

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