Robidogsäcke und Küche verunstalten Wald

An Jungbäumen angebundene Robidogsäcke und Teile einer Küche: Wie der Förster reagiert, wenn die Natur verunstaltet wird.

Robidogsäcke an Jungbäumen. zVg

«Ich vermute, dass hier jemand mit Robidogsäcken die Pflanzenveredlung übt», sagt Förster Peter Muntwyler. Am Eingang des Waldes beim Franzosenweiher, dem Waldlehrpfad entlang sowie beim Waldeingang in Dietikon sind an mehr als 30 Bäumen leere Robidgodsäcke um die Stämme von Jungbäumen gebunden worden. Dabei wurden Pflanzen beschädigt oder ganz abgeschnitten, was dem Jungwuchs schadet. Daran stört sich nicht nur der Förster, sondern es stört auch Mitglieder der Facebookgruppe «8957 Spreitenbach», die es als «total bescheuerte Aktion» bezeichnen.

Muntwyler spricht von einem Lausbubenstreich und hat am 3. März mittels Plakat darum gebeten, die Säcke wieder zu entfernen. «Jeder Wald hat einen Eigentümer und dieses Eigentum ist zu respektieren», schreibt er darauf. Ortsbürger und Private gehören in Spreitenbach zu den Eigentümern des Waldes, «die Natur darf nicht beschädigt werden.»

Teile einer Küche im Wald entsorgt

Auch Littering ist immer wieder ein Problem im Wald. Kürzlich wurde ein grosser Teil einer Küche entsorgt, sagt der Förster und fügt an: «Ein Dauerbrenner ist auch das Abfallentsorgen entlang der Heitersbergstrasse.»

Erfreulich sei hingegen, dass seit der Einführung einer Kehrrichtabfallgebühr in Spreitenbach vor sechs Jahren nicht wie befürchtet mehr Abfall im Wald wild entsorgt wird als vorher. Wer das trotzdem tut, muss mit einer Busse rechnen. «Die Gemeinde hat deswegen auch schon Anzeige erstattet», so Muntwyler.

Die Natur wird von vielen auch als Naherholungsgebiet geschätzt, einige von ihnen beteiligen sich an der von der Natur- und Umweltkommission durchgeführten Waldreinigungsaktion, die am 22. März stattfindet.

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