Es gibt neue Regeln für den Jugendtreff «Peli»

Jugendliche haben zusammen mit Jugendarbeitern neue Treffregeln erarbeitet und wollen diese nun konsequent durchziehen.

Jugendliche während der Diskussion vor dem geschlossenen Treff.zVg

Jugendliche während der Diskussion vor dem geschlossenen Treff.zVg

Setzen sich für den Jugendtreff ein: (v. l.) Jelena Perez, Bereichsleiterin Jugendarbeit, Markus Mötteli, Gemeindepräsident, Virginia Imhof, Jugendarbeiterin, Enrique Rosario Cruz, Praktikant.zVg

Setzen sich für den Jugendtreff ein: (v. l.) Jelena Perez, Bereichsleiterin Jugendarbeit, Markus Mötteli, Gemeindepräsident, Virginia Imhof, Jugendarbeiterin, Enrique Rosario Cruz, Praktikant.zVg

«Mir wurde schnell klar, dass sowohl der Treffbetrieb als auch die Jugendarbeit insgesamt noch Potenzial für Weiterentwicklungen haben», sagt Jelena Perez. Die ausgebildete Fachperson in sozialer Arbeit im Bereich soziokultureller Animation hat Anfang Februar die Bereichsleitung der Jugendarbeit in Spreitenbach übernommen.

In einem ersten Schritt lancierte sie zusammen mit der Jugendarbeiterin Virginia Imhof eine offene Diskussion mit rund 20 Jugendlichen. Ende Februar sassen die Jugendlichen vor verschlossener Türe und entwickelten zusammen neue Regeln für den Jugendtreff «Peli». Das Resultat: klare Treffregeln, denen die Jugendlichen zugestimmt haben. So soll «Peli» unter anderem ein Ort sein, «in dem alle gerne zusammen sind», «es Platz für Ideen und Projekte hat», ein «respektvoller Umgang normal ist» und auf Material «aufgepasst wird». Für den Fall, dass diese nicht eingehalten werden, wurden ebenfalls Massnahmen entwickelt.

Klar, gradlinig, wertschätzend

Perez und Imhof wollen die Regeln nun konsequent umsetzen mit einer «klaren, gradlinigen und wertschätzenden» Haltung und damit ein respektvolles und sicheres Umfeld für die Jugendlichen schaffen. Die Wiedereröffnung des Treffs Anfang März sei ein Zeichen für die Stärkung des Vertrauens und der Zusammenarbeit zwischen den Jugendlichen und der Jugendarbeit.

Die vorherigen Verbote hätten eher dazu geführt, dass die Regeln nicht eingehalten wurden. «Zudem fehlten enge, vertrauensvolle Beziehungen, die dazu beitragen könnten, Grenzüberschreitungen zu verhindern», so Perez und fügt an: «Anstatt auf Verbote zu setzen, setze ich auf Partizipation.» Bewusst hat sie die Jugendlichen deshalb in die Gestaltung der Hausregeln einbezogen. Vier Jugendliche haben ein Gremium gebildet, das mit den Jugendarbeitern zusammenarbeitet, um die Entwicklungen zu besprechen und weiter zu planen. Sie haben bereits getagt. «Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und sind zuversichtlich, dass dieser Prozess zu einem nachhaltig positiven Klima im Treff führen wird.»

Engagierte Jugendliche

Um die bestehende Besuchergruppe aktiv in diesen Veränderungsprozess einzubeziehen, wurde die Diskussion bewusst an einem öffentlich sichtbaren Ort durchgeführt. Für Perez ist die rege Teilnahme ein Zeichen für die Bereitschaft der Jugendlichen, Verantwortung zu übernehmen und sich konstruktiv in den Veränderungsprozess einzubringen. Anwesend waren auch Gemeindepräsident Markus Mötteli, Verwaltungsleiter Patrick Geissmann sowie Leitung und Mitarbeitende der Abteilung Gesellschaft und Soziales und die Schulsozialarbeit der Gemeinde Spreitenbach. Diese breite Unterstützung verdeutliche das Engagement der Gemeinde für eine positive Weiterentwicklung der Jugendarbeit.

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