Spreitenbach
22.06.2022

Es entstehen 445 Mietwohnungen

Die Zeitkapsel wird von Raffael Brogna, Markus Mötteli und Martin Munz (v. l.) einbetoniert und der Nachwelt überlassen. Valentin Hehli
Blick Richtung Süden mit den markanten Hochhäusern «Blut- und Leberwurst». bär
Blick Richtung Norden in den künftigen Innenhof des Tivoli Garten mit dem darunter liegenden Baumarkt Obi. Melanie Bär

Die Zeitkapsel wird von Raffael Brogna, Markus Mötteli und Martin Munz (v. l.) einbetoniert und der Nachwelt überlassen. Valentin Hehli

Die Zeitkapsel wird von Raffael Brogna, Markus Mötteli und Martin Munz (v. l.) einbetoniert und der Nachwelt überlassen. Valentin Hehli
Blick Richtung Süden mit den markanten Hochhäusern «Blut- und Leberwurst». bär
Blick Richtung Norden in den künftigen Innenhof des Tivoli Garten mit dem darunter liegenden Baumarkt Obi. Melanie Bär

Blick Richtung Süden mit den markanten Hochhäusern «Blut- und Leberwurst». bär

Die Zeitkapsel wird von Raffael Brogna, Markus Mötteli und Martin Munz (v. l.) einbetoniert und der Nachwelt überlassen. Valentin Hehli
Blick Richtung Süden mit den markanten Hochhäusern «Blut- und Leberwurst». bär
Blick Richtung Norden in den künftigen Innenhof des Tivoli Garten mit dem darunter liegenden Baumarkt Obi. Melanie Bär

Blick Richtung Norden in den künftigen Innenhof des Tivoli Garten mit dem darunter liegenden Baumarkt Obi. Melanie Bär

«Der Tivoli Garten ist kein gewöhnliches Projekt, sondern das drittgrösste Wohnprojekt der Schweiz», sagt Raffael Brogna von der zuständigen Totalunternehmerin Eiffage Suisse AG. Eine Baustellenbesichtigung zur Halbzeit.

Von: Melanie Bär

Die Referenten mussten laut sprechen, um den Maschinenlärm bei der Baustellenbesichtigung am Montagmorgen zu übertönen. Über 100 Handwerker arbeiten zurzeit auf dem Bau, der über 200 Millionen Franken kostet, ab Ende Jahr werden es sogar rund 350 Personen sein. Schliesslich soll der Tivoli Garten in rund zwei Jahren eröffnet werden. Dazu gehören 445 Wohnungen für rund 1000 Personen, der Baumarkt Obi sowie Gewerbe und Gastronomiefläche in zwei je 65 Meter hohen Wohntürmen mit je 20 Stockwerken und Langbauten bis zu 7 Geschossen. Das Unter- und das Erdgeschoss stehen nach zwei Jahren Bauzeit bereits. Auch die Fahrbahn für die Limmattalbahn ist fast fertig ausgebaut und wartet im Sockel des Gebäudes darauf, im Dezember benützt zu werden.

«Mit dem Tivoli Garten wird Spreitenbach noch urbaner», sagt Gemeindepräsident Markus Mötteli und fügt an: «Hier entsteht das neue Zentrum von Spreitenbach.» Bereits als das Tivoli in den 70er-Jahren gebaut wurde, bestanden Pläne, das ganze Areal zu überbauen. So schnell ging es nicht. Doch jetzt wird die Lücke geschlossen und das Wachstum jeden Tag sichtbarer – insbesondere was die Gebäudehöhe betrifft. Die Baustellendimensionen sind eindrücklich: Die Geschossfläche entspricht mit 67700 m2 rund 10 Fussballfeldern, im Aushub hätten 100 Mio. Liter Wasser Platz gehabt. Eindrücklich ist auch, was in zwei Jahren zu sehen ist. In der Mitte, über dem Baumarkt Obi, entsteht ein begrünter Innenhof. Auch ein Doppelkindergarten wird gebaut. Wie schon ein Teil der Liegenschaften im Shoppi Tivoli, so gehört auch der Tivoli-Garten-Immobilienfonds der Credit Suisse Asset Management (Schweiz) AG. «Für uns ist es eine ideale Ergänzung», sagt Martin Munz von der CS. Er füllte eine Zeitkapsel mit Termin- und Gestaltungsplänen, Baubewilligungen und Broschüren. Ehe die Box im Boden einbetoniert und der Nachwelt übergeben wurde, legte Raffael Brogna ein Säcklein mit Münzen hinein. Als Symbol fürs Wertvolle.

Spreitenbach geht davon aus, dass die Einwohnerzahl in den nächsten 15 bis 20 Jahren von rund 12 000 auf 15 000 wächst. Die künftigen Tivoli-Garten-Mieter miteingerechnet. «Auch ohne das Neumatt-Projekt werden wir diese Entwicklung realisieren», so Mötteli. Die dort geplanten 500 Wohnungen wurden nach der abgelehnten BNO-Revision nicht gebaut.