Spreitenbach
25.08.2021

Erst shoppen, dann piksen

Vergangenes Wochenende verwandelte sich das Shoppingcenter erneut in einen Walk-in-Betrieb für Impfwillige.  (Bild: Archiv)

Vergangenes Wochenende verwandelte sich das Shoppingcenter erneut in einen Walk-in-Betrieb für Impfwillige. (Bild: Archiv)

Erst ein Paar neue Schuhe, dann ab ins Impfzentrum: Das Shoppi Tivoli verwandelte sich am vergangenen Wochenende erneut in ein mobiles Impfzentrum. 464 Personen nahmen das Angebot in Anspruch und liessen sich im Walk-in-Center gegen Corona impfen – sei es für die erste Impfdosis oder bereits die zweite

Von: Romi Schmid

Um gegen steigende Fallzahlen und die grassierende Impfmüdigkeit anzukämpfen, drückt der Kanton auf die Tube und setzt vermehrt auf mobile Impfangebote. «Das Impfen ohne Voranmeldung an stark frequentierten Orten ist ein wichtiges Element, wenn es darum geht, die zweite Hälfte der noch Ungeimpften von der Impfung zu überzeugen», sagt Maria Gares vom Departement Gesundheit und Soziales Kanton Aargau.

Mit diesem erleichterten Impfzugang sollen ungeimpfte Menschen dazu animiert werden, sich doch noch zu impfen. Damit soll speziell die jüngere Zielgruppe angesprochen werden, die bei den Corona-Schutzimpfungen zurzeit noch unterrepräsentiert ist. «Die jüngeren Personengruppen weisen derzeit noch tiefere Impfquoten auf als die älteren», erklärt Gares. Kantonal liegt die Impfquote im Aargau derzeit bei rund 54 Prozent.

Hunderte liessen sich impfen

Nach dem grossen Andrang aufs mobile Impfzentrum Mitte Juli im Shoppi Tivoli, wo sich über 150 Personen gegen Corona impfen liessen, verwandelte sich das beliebte Shoppingcenter vergangenes Wochenende erneut in einen Walk-in-Betrieb für Impfwillige. Unkompliziert, schnell und ohne Anmeldung – so funktionierte das Impfen für Spontanentschlossene. 464 Personen nahmen beim Einkauf am Wochenende gleich noch den Piks gegen Corona mit. Es waren Erst- oder auch Zweitimpfungen möglich, bei Erstimpfungen wurde gleich ein Termin für die Zweitimpfung vereinbart.

Geimpft wurde Moderna. «Die Impfwilligen im Shoppi Tivoli haben sehr geschätzt, dass sie ohne Voranmeldung eine Impfung bekommen haben», sagt Andreas Obrecht, Leiter Covid-19-Programm Kanton Aargau.

Impfangebot in Berufs- und Mittelschulen

Nach den Impfangeboten im Shoppi Tivoli setzt der Kanton Aargau nun auf die Impfung an Schulen. Bereits letzte Woche startete der Kanton mit mobilen Impfstationen an Gymnasien und Berufsschulen.

Damit soll die Impfquote in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen gesteigert werden. Auch die Anzahl Covid-Ausbrüche an den Schulen soll so gesenkt werden, denn allein in der ersten Schulwoche nach den Sommerferien gab es laut Gesundheitsdepartement im Kanton Aargau mehr als 200 positiv getestete Schülerinnen und Schüler.

Die Impfung ist gemäss Kanton für alle Schülerinnen und Schüler freiwillig. «Der Impfstart in den Schulen war befriedigend. Wir konnten an zwei Standorten bereits 155 Jugendliche impfen», weiss Gares. Neben den Angeboten an den Schulen sind derzeit keine weiteren Impfaktionen geplant.

Geimpft werde, so Gares, weiterhin in ausgewählten Arztpraxen und Apotheken sowie an den bisherigen acht Impfstandorten im Kanton Aargau. Geschlossen werde einzig der Standort Königsfelden per Ende August, da die Räumlichkeiten später nicht mehr zur Verfügung stehen.