537 Module auf dem Dach
Auf dem Schulhaus Schibler ist die neue Photovoltaikanlage in Betrieb. Mit einer kleinen Feier und viel Information wurde die Anlage eingeweiht.
Man muss sich einige Meter vor dem langen Schibler-Schulgebäude hinstellen, um die ganze Photovoltaikanlage zu sehen. Sie wurde auf das grösste der Gemeinde gehörende Gebäude gebaut. Insgesamt 537 Module wurden auf dem Dach des Schulhauses angebracht. Damit kann rund 1 % des Gesamtstromabsatzes in Neuenhof mit Strom aus Sonnenenergie gedeckt werden. Der Rest muss weiterhin am Strommarkt eingekauft werden. Adrian Fuchs, Geschäftsleiter von Elektrizität Wasser Neuenhof («ewn»), erklärte, dass man zu Beginn der «ewn» 2020 darüber diskutierte, wie man damit umgehe. «Setzen wir weiterhin darauf, den Strom vollständig extern einzukaufen, oder wollen wir lokal das Möglichste herausholen?» war eine Frage, die sich stellte. Und da stand natürlich die Sonne im Vordergrund. Der Gemeinderat beschloss 2023, dass dies ein Auftrag der «ewn» sei und dies auch Sinn mache. Die Gemeinde möchte selbst in eine Photovoltaikanlage investieren und hierzu stellt sie die Dächer der gemeindeeigenen Liegenschaften zur Verfügung. Die aktuelle Leistung und der Ertrag der PV-Anlage können online in Echtzeit eingesehen werden. So wird transparent, wie viel Solarstrom gerade produziert wird und welchen Beitrag die Anlage zur Stromversorgung in Neuenhof leistet.
Strom für 62 Wohnungen
Projektleiter Marcel Ilg wartete mit Fakten für die Gäste auf: So musste zunächst die zu kleine Hauszuleitung auf 320 Ampere erweitert werden. Die Maximalleistung der Anlage beträgt 263 Kilowatt. «Damit können wir hier rund 280 Megawattstunden Energie produzieren. Das heisst, es werden im Schnitt 62 Wohnungen abgedeckt. Im Jahresverbrauch könne man mit der Anlage bis zu 17 Tonnen Kohlenstoffdioxid (Co2) einsparen, führte Ilg weiter aus. Die 537 Module werden mit zwei Wechselrichtern betrieben. Gekostet hat die Anlage rund 400000 Franken. Der Gesamtstromabsatz Neuenhofs wird mit 26000 Megawattstunden beziffert. «Mit unserer Anlage können wir ein ganzes Prozent davon decken», sagte Marcel Ilg weiter.
Bevor es zum Austausch beim Apéro ging, wies Gemeindeammann Tobias Baumgartner auf die neu gepflanzte Traubeneiche zwischen Aula und Peterskeller hin. Zum Abschluss der Regionalen Limmattal erhielt die Gemeinde den Baum, welcher durch Gärtnermeister Anton Möckel aus Würenlos gemeinsam mit einer 6. Klasse aus Neuenhof gepflanzt wurde. Die Traubeneiche wurde anstelle der kürzlich entfernten, kranken Pappel gepflanzt. Die Traubeneiche sei ein Symbol der Beständigkeit, meinte Baumgartner. Und: «Wir wollen heute gemeinsam an morgen denken.»






