Leid und Freud nah beieinander
Grossaufmarsch beim Neujahrsapéro in Killwangen, wo die Bevölkerung auch mit den neuen Gemeinderäten anstossen konnte.
Die Killwangenerinnen und Killwangener starten den Neujahrsapéro am vergangenen Sonntag – und schwiegen erstmal. Sie gedachten so der jungen Menschen, die in Crans-Montana im tragischen Brand starben oder sich schwer verletzt hatten. Bevor sich die Bevölkerung zuprostete oder ein Stück Königskuchen kostete, war es deshalb still in der Mehrzweckhalle Zelgli. Schätzungsweise 100 der mehr als 2000 Einwohner waren anwesend, darunter auch Jugendliche und Kinder. «Das ist ein schönes Zeichen», freute sich Gemeindeammann Markus Schmid (Mitte). Seine Ansprache schloss er mit den Worten: «Ein gutes Gespräch beginnt oft mit einem gemeinsamen Anstossen.»
Die drei Neuen stellten sich vor
Auch die neuen Gemeinderäte traten ans Mikrofon. Roger Gauch sagte, dass er die Freundlichkeit der Dorfbevölkerung schätze. «Der grösste Wandel ist für mich persönlich der Schritt aus der Anonymität, wir gehören jetzt zur Cervelat-Prominenz.» Gauch ist unter anderem für das Ressort Tiefbau, Strassenverkehr, Elektrizitätsversorgung, Alter und Kultur verantwortlich. Als Ausblick fürs 2026 nannte er die Sanierung des «Schützehüüsli» und das neue Wasserreservoir.
Sami Hashmi, der das Ressort Bildung übernommen hat, betonte die Wichtigkeit der Schule: «Hier entstehen Freundschaften, hier werden Werte vermittelt und hier zeigt sich, wie Gemeinschaft funktioniert.» Nach einer bewegten Zeit gehe es nun darum, Schritt für Schritt Ruhe und Orientierung zu schaffen. Bildung sei eine Investition in die Zukunft, «genau deshalb engagiere ich mich.»
Er wolle zuhören, lernen und verstehen, sagte Stefan Thomann, der unter anderem dem Bauamt, Asylwesen und Bevölkerungsschutz vorsteht. «Mein Ziel ist es, mein Bestes für Killwangen zu geben», sagte er. Wie seine neuen Ratskollegen wirkte er noch etwas nervös. Anders Walti Hubmann, der nach seinem Rücktritt unter den Zuhörern stand und sich «gut und entspannt» fühle, wie er mit einem Lachen sagte.
Gut lachen hatte auch Dominika Schüpbach, die mit Mitgliedern des Damenturnvereins nicht nur den Apéro servierte, sondern auch Glücksengel verkaufte. Für einen guten Zweck: «Wir wollten 2000 Franken sammeln und der Stiftung Klösterli spenden, das haben wir nach heute Abend erreicht.» Das Geld kommt somit Kindern und Jugendlichen zugute.















